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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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trägt, je einen an jedem Ende. In der Mitte ist nun diese Kolbenstange zurAufnahme der Kurbelschleife unterbrochen.

Fig. 363 u. 364 zeigt eine solche Kurbelschleife. Direkt an dem Ende derKolbenstange 8^ ist der Gleitbalken (4^, an dem Ende der Kolbenstange 8z derGleitbalken (4z angesetzt. Kolbenstange und Gleitbalken können ein Stück bildenoder durch Keil miteinander verbunden werden. Beide Gleitbalken werdendurch Schrauben mittels der Traversen D miteinander verbunden. Durch dieTraversen 1 werden sie in einem ganz bestimmten Abstand voneinander ge-halten. Zwischen den beiden Gleitbalken befindet sich das Lager I-, welches diezu einer Kurbel gekröpfte Kurbelwelle IV umgreift. Das Lager I. muß natürlichzweiteilig sein. Bei der Drehung der Kurbelwelle gleitet nun das Lagerzwischen den Gleitbalken (4^ und (4z hm und her und verschiebt diese. Damitdas Lager nicht seitlich heraus kann, umgreifen es die Gleitbalken <4, und (4z.

Man hat auch die Gleit-balken nachstellbar einge-richtet.

Immerhin findet dieKurbelschleife nur vereinzeltAnwendung. Vielmehr hatman meist eine besondereSchubstange bei den Dampf-pumpen mit durchgehenderKolbenstange angeordnet, dieKurbelwelle ebenfalls zwischen die beiden Cylinder gelegt und durch ein besonderesgeformtes Zwischenstück, welches man in die Kolbenstange eingesetzt hat, Platzfür die schwingende Schubstange geschaffen. Bei Fig. 365 ist in die Kolben-stange ein Bügel L geschaltet. Die beiden Enden 8i und 8, der Kolbenstangegreifen je an einem Ende des Bügels an- Der Bügel ist so groß, daß die inderselben Ebene liegende Schubstange k frei darin schwingen kann, wobei dieWeite des Bügels durch den Kurbelradius und den Schubstangenkopf bedingtist. Durch Vermittelung des Bügels L erfolgt die Hin- und Herbewegung derKolbenstange.

Von der Maschinen- und Armaturenfabrik vorm. Klein, Schanz-lin & Becker in Frankenthal (Pfalz ) wird dieser Bügel nach beiden Seitenaus der Mittelebene soviel herausgedreht, daß der Schubstangenkopf vorbei-schwingen kann. Hierdurch wird die Höhe des Bügels etwas vermindert. DieserBügel ist allgemein als Kleins Maschinenelement bekannt.

Diese Zwischenglieder der Kolbenstange für die durchschwingende Schub-stange werden in der verschiedensten Weise ausgeführt.

Fig SK5.

Geradführungen auf besonderen Gleitbahnen mittels Kreuzkopf (Querhaupt).

Größere Maschinen kann man mit Führungen der eben besprochenen Artnicht mehr ausrüsten, da bei ihnen die Kräfte, die durch die Schubstange auf