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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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hörige Kopf groß aus, weshalb man dann auch wohl den Querschnitt des Schaftesnach diesem Ende hin wachsen läßt, um einen guten Anschluß an den Kopf zubekommen.

Die Berechnung der Schubstangen.

Die Berechnung der Schubstangen setzt größere Kenntnisse der Festigkeits-lehre voraus, weshalb hier nur die hauptsächlichsten Daten angegeben werdenkönnen. Wie oben schon gesagt wurde, wird die Schubstange sowohl auf Zug alsauch auf Knickung beansprucht. Die Schubstangen der einfach wirkenden Maschinenund Pumpen werden allerdings nur auf Zug beansprucht und erhalten demzufolgeüberall gleichen Durchmesser. Die Schubstangen aber aller doppelt wirkendenMaschinen, also auch der Dampfmaschinen, erfahren neben der Zugbeanspruchungauch eine Knickung, weshalb der Durchmesser des Schaftes in der Mitte größergemacht wird als an den Enden.

Bei der Berechnung des Schubstangenschaftes wird ein sogenannter Sicher-heitsgrad eingeführt, der in der Praxis die verschiedensten Werte angenommenhat. Im allgemeinen richtet er sich nach der Kolbengeschwindigkeit der Maschineund wächst, wenn diese kleiner wird, während er kleiner genommen werden kann,wenn sie größer ist.

Werte für den Sicherheitsgrad nach:

Häder,Die Dampfmaschinen":

Für eine Kolbengeschwindigkeit von 1mm der Sekunde gleich 30

Reuleanx,Der Konstrukteur":Für Landmaschinen kleineren Maßstabes

gleich 5060

mittelgroßen und großen Maßstabes

525

3080.

Schifssmaschinen

Pros. Bach,Die Maschinen-Elemente":

Für den rechteckigen Schaft bei kleinerer und größerer Geschwindigkeit gleich 15

sehr langsam gehende Maschinen

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Schubstangen, bei welchen der Wechsel der Richtung der Stangenkraft stoß-

weise vor sich geht, gleich 4060 und darüber einen Schubstangenschaft von rundem Querschnitt gleich 2540.

Breslauer,Der Maschinenbau ", sagt weiter:Die Kräfte, welche aufdie Schubstange einwirken, beanspruchen sie nicht allein auf Zug und auf Knickung,es wird auch das Eigengewicht eine Rolle spielen und auch die Reibung in denLagern der Köpfe, wodurch der Schaft auch noch auf Biegung in Anspruch ge-nommen werden kann. Gerade mit Rücksicht auf die letztere Art der Inanspruch-nahme muß man die Schubstange in ihrem mittleren Teile stärker halten alsan den Enden. Dabei kommt es darauf an, ob die Masse der Schubstangeschnell oder langsam bewegt wird. Hat die Kurbel, an welcher die Schubstangeangreift, eine größere Umdrehungszahl, so wird auch die Beanspruchung auf