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welche gestattet, die Turbmenwelle mit dem Laufrade etwas anzuheben, um dieHöhe des Spaltes zwischen Lest- und Laufrad einstellen zu können.
Die Unterwasserzapfen. Die Unterwasserzapfen haben den Nachteil,daß man sie schlecht warten kann. Sie finden sich daher heute nur noch selten.Einen Pockholzzapfen giebt Fig. 612 wieder. Die massive Turbmenwelle istunten mit einem besonderen angesetzten Zapfen versehen, der auf einem Pock-holzzapfen mit halbkugelförmiger Abrundung läuft.
Der Pockholzzapfen wird durch Keile in dem Lagerfußgesichert. Durch ein Schmierrohr wird der Laufflächedes Zapfens das Schmiermaterial zugeführt. DieserZapfen läuft unter Wasser.
Es giebt aber auch noch sogenannte Überwasser-Unterzapfen, welche zur Anwendung kommen, wenn dieTurbmenwelle nicht bis auf den Boden des Unter-wassers reicht, sondern das Zapfenlager direkt unterdem Laufrad angeordnet und durch einen Bock unter-stützt ist. Einen solchen Zapfen derselben Fabrik zeigtFig. 613. Das Laufrad ist auf der Welle aufgekeilt,und seine Nabe überdeckt das Zapfenlager. In die Turbmenwelle ist ein be-sonderer Spurzapfen eingesetzt, der auf Stahlpfannen läuft. Das Lager istmit einer Rotgußbüchse ausgefüttert. Das untere abgesetzte Ende der Turbinen-welle erhält nochmals Führung in einer aus zwei Teilenbestehenden Rotgußbüchse, die durch Schrauben nachgestelltwerden kann. Das ganze Lager ist auf einem Bock aus-geschraubt.
Die Oberwasserzapfen. Diese Zapfen liegen obenüber der Turbine und kommen mit Wasser nicht in Be-rührung. Man hat zu unterscheiden, ob das Laufradauf einer massiven Welle oder auf einer Hohlwelle sitzt,im ersteren Falle ruht die Zapfenbelastung auf dem oberenGebälk, und die Welle hängt unterhalb der Turbine frei;im anderen Falle stützt sich die Hohlwelle mit ihremZapfen auf einer massiven feststehenden Welle, die ihrals Tragsäule dient. Die Zapfen mit massiver Wellewerden heute fast nur noch als Ringspurzapfen aus-geführt.
Einen Ringspurzapfen derselben Fabrik giebt Fig. 614 wieder. Auf Flach-gewinde am oberen Teile der Turbmenwelle sitzt eine Mutter, welche mit denringförmigen Laufflächen des Spurzapfens versehen ist. In dem die Welle um-gebenden gußeisernen Gehäuse ist in kugelförmigem Boden die Spurpfanne ge-lagert. Der Lagerkörper des Spurlagers stützt sich auf ein Halslager, welchesauf den Trägern der Turbinenkammer ruht. Durch Drehen der auf dem Flach-gewinde sitzenden Mutter kann die Turbmenwelle und mit ihr das Laufrad ge-hoben oder gesenkt werden. Eine Sicherung verhindert selbstthätiges Drehen
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Fig. 61S,
Fig. 6lS.