die sogenannte Thostsche Heißluft-Feuerung von Otto Thost in Zwickau .Der Boden des Kessels ist zur Aufnahme der Flammrohre umgebördelt, um dieletzteren an demselben annieten zu können. Mit dem Feuergeschränk, wieman die Feuerthür mit ihrem Zubehör bezeichnet, ist die Schür- oder Feuer-platte aus einem Stück hergestellt. Es sind dann zwei Reihen Roststäbe beider dargestellten Feuerung angenommen, die sich, wie bei der Vorfeuerung, aufdie im Flammrohr eingebauten Roststabträger und hinten auf die Feuerbrückeauflegen. Das Neue der gezeichneten Feuerung ist, daß die bisher gemauerteFeuerbrücke durch besonders konstruierte Roststäbe gebildet wird. Diese Rost-stäbe b sitzen auf einer als Luftkammer L ausgebildeten Feuerbrücke auf, unddiese Luftkammer ist mit einer regulierbaren Klappe 0 versehen. Die Feuerbrücken-Roststäbe bilden einen halben Hohlkörper. Zwei derartige Roststäbe aneinander-gelegt, bilden einen Hohlkörper, welcher nach unten in Gestalt eines Rohres oderKanales l? endet. Die durch die Klappe 0 der Luftkammer L regulierbare Luft-menge zieht in die aus feuer-beständigem Guß hergestelltenRoststäbe ein, und da dieseStäbe während des Betriebessehr heiß bezw. glühendwerden, so überhitzt sich dieLust bedeutend und tritt als überhitzte Luft bei O aus. Diese mischt sich innigmit den über die Feuerbrücken-Roststäbe hinziehenden Feuergasen und wirbelt die-selben so ineinander, daß infolge der Mischung und infolge der hohen Tem-peratur der überhitzten Lust sich der größte Teil der Rauchgase entzündet.
Die durch die Feuerbrücken-Roststäbe durchziehende Luft kann auf ver-schiedene Weise reguliert werden. Die Luftklappe 0 kann mit der Aschenfallthürverbunden werden, so daß sich jene um so weiter öffnet, je weiter die letzteregeöffnet wird. Bei der Fig. 637 erfolgt die Regulierung automatisch. BeimÖffnen der Feuerthür öffnet sich die Luftklappe durch einen Automaten, und der-selbe schließt die Klappe nach und nach bis auf einen kleinen Spalt, welcherimmer offen sein muß, um die nötige Kühlung der Feuerbrücken-Roststäbezu erzielen.
Durch diese Feuerung soll nach Angaben der Fabrik nahezu eine voll-kommene Rauchverbrennung erzielt werden-
Es ist selbstverständlich, daß auch jede andere Feuerbrücken-Konstruktion fürJnnenfeuerungen angewendet werden kann. Eine gemauerte Feuerbrücke wirdmeistens auf einem besonderen eisernen Feuerbrückenträger ausgemauert.
Die genannte Fabrik liefert auch gewöhnliche Schlangenroststäbe mit an-gegossener Heißluft-Feuerbrücke, welche in jede beliebige Feuerung eingesetztwerden können, wenn aus dem einen oder anderen Grunde von der Anlageeiner ganzen Feuernngsanlage nach Fig. 637 abgesehen werden muß. Mehreresolcher zu einem Rost zusammengesetzte Stäbe zeigt Fig. 638. Die Wirkungs-weise dieser Roststäbe ist dieselbe wie die der Heißluft-Feuerbrücke derNg. 637.
Prakt. Maschinenbauer. 47
Fig. 638.