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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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rechten Hand. Liegt umgekehrt das Schwungrad links, so hat man eine linksbauende Maschine; so ist z. B. die in Fig. 733 dargestellte Maschine linksbauend. In der Regel verwendet man, wenn es die Örtlichkeit nicht unbedingtanders verlangt, rechts bauende Maschinen.

Stellt man sich jetzt weiter, z. B. eine rechts bauende Maschine vor, und drehtsich dabei das Schwungrad rechts herum, so hat man eine rechts umlaufendeMaschine, im andern Fall mau die Maschine als links umlaufend bezeichnet.Bei den rechts umlaufenden Maschinen ist der Kreuzkopfdruck in der Gerad-führung nach unten gerichtet, während er bei den links umlaufenden Maschinennach oben gerichtet ist. Wie wir von früher wissen, ist aber, wegen des gutenSchmierens der Geradführungsteile, stets anzustreben, daß der Druck in der Gerad-führung nach unten gerichtet ist. Man verwende also möglichst nur rechts um-laufende Maschinen.

Wir hatten nun früher schon die hauptsächlichsten Teile der Dampfmaschinenkennen gelernt. Zu besprechen wäre hier nur noch der Dampfcylinder mitseiner Steuerung. Da auch die Steuerungen der Maschinen deren hauptsächlichsteTeile bilden, wollen wir dieselben vor der Besprechung der Dampfmaschinen-Arten einer Betrachtung unterziehen.

Die Steuerungen der Dampfmaschinen.

Die Steuerungsteile der Dampfmaschinen, also diejenigen Teile, welcheden Dampf regelmäßig vor und hinter dem Kolben und aus dem Cylinderherausführen, sind in einem besonderen Kasten oder besonderen Aufsätzen unter-

gebracht, die an den Dampfcylinder anschließen. Wir wollen uns zuerst dieallgemeine Einrichtung eines Dampfcylinders für eine einfache Schiebersteuerungvergegenwärtigen. Fig. 734 u. 735 zeigt einen solchen Cylinder. In demDampfcylinder v bewegt sich der Kolben L hin und her. Der Dampfcylinderist mit der Geradführung (4 verbunden und vorn für den Durchtritt der Kolben-stange mit einer Stopfbüchse ö verschlossen. Hinten ist er durch einen Cylinder-deckel 0 abgeschlossen. Es ist natürlich ohne weiteres klar, daß sämtliche Ver-bindungen durchaus dampfdicht sein müssen. Der Schieberkasten L, welcher die