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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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auch der Strom sein, solange an den Widerstandsverhältnifsen nichts geändertwird. Letztere bedingen die Stärke des Stromes nach dem Ohmschen Gesetz.

Fig. 1142 zeigt einen fertigen Ringanker mit Kollektor, Fig. 1143. Quer-und Längsschnitt einer Dynamomaschine mit Ringanker der Firma C. L E. Feinin Stuttgart . Die Buchstaben bezeichnen die Dimensionen.

2. Der Trommelanker. Eine größere Verbreitung wie der Ringanker hatder Trommelanker gefunden, den v. Hesner-Alteneck schuf. Der Anker ist

Fig. 1142.

gleichfalls aus einzelnen Eisenblechscheiben Fig. 1144) in derselben Weise wieder Ringanker zusammengesetzt, die, aus bestem weichen Holzkohleneisen gestanzt,8,5 uam stark und durch schellackierte Papierringe voneinander isoliert sind.Die Blechscheiben werden durch Flanschen an beiden Seitenflächen fest zusammen-gepreßt und auf eine nichtleitende Ummantelung der Welle geschoben und

die Flanschen an die Welle geschraubt. Oder man stanzt in die Scheibengleich einen rechtwinkligen Keilschnitt ein und schiebt immer eine Eisen- undPapierscheibe auf die mit einem Längskeil versehene Welle, damit die TrommelL L sich auf der Welle nicht dreht. Welle und Trommel müssen voneinanderelektrisch isoliert sein. Die Außenfläche des Induktors wird mit Kupferdraht-bündeln in der Richtung der Achse umwickelt, die sich sämtlich auf den beidenSeitenflächen des Cylinders kreuzen und auf diese Weise nur der Mantel des