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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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Maschine zurückkehrt, so den elektrischen Stromkreis schließend. Mit Hilfe deselektrischen Stromes ist nun hierbei der Motor imstande, Arbeit zu leisten, indemer etwa eine Transmission u. s. w. antreibt.

Entspricht bei einer Pumpe die Leistung dem Produkt aus Druckhöhe undWassermenge, so ist hier die Leistung der Dynamomaschine gleich dem Produkteaus Spannung und Stromstärke, d. h- gleich L 4, ausgedrückt in Volt-Ampsreoder Watt, wobei L dieSpannung in Volt und 4 die Stromstärke in Ampere bedeutet.

Außer dieser eigentlichen Übertragung der Kraft von dem Orte der Er.zeugung zu der Verwendungsstelle, kommt noch die Verteilung der Kraft inBetracht. Dies schematisiert sehr verständlich Fig. 1243 und 1244. Die Leistungder stromerzeugenden Dynamomaschine ist in Volt-Ampsre oder Watt ausgedrückt,gleich L 4. Soll nun diese Leistung entsprechend dem eben erläuterten Beispiel,auf drei gleichgroße Elektromotoren verteilt werden, so verbraucht jeder derselben

Watt. Dies kann man wiederum auf zweierlei Weise herleiten, aus3

oder aus Lx^. Bei der erstgenannten Anordnung, der Hinter-3 3

einanderschaltung oder Serienschaltung (Fig. 1243) fließt der Strom mit der-selben Stärke, mit der er aus der Primär-Dynamomaschine tritt, hintereinanderdurch sämtliche Elektromotoren. Schaltet man einen derselben, z- B. ^ aus,wobei man gleichzeitig die beiden Zuführungsdrähte desselben leitend, etwadurch einen Kupferdraht verbindet, so daß also der Stromkreis nicht unter-brochen wird, so betreibt die Primär-Dynamomaschine nur noch die Motoren

2 §

Nz und ülg. Die Leistung derselben ist jetzt X 4, die Stromstärke ist also,

wie oben die Wassermenge, dieselbe geblieben, d. h. das System der Hinter-einanderschaltung arbeitet mit konstantem Strome, während die Spannung derPrimärmaschine der Belastung entsprechend geändert werden muß.

Bei der zweiten Anordnung (Fig. 1244), bei welcher jeder Motor

Lx ^ Watt verbraucht, zweigt sich ein Teil des Stromes nach jedem derselben

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ab, während die Spannung dieselbe bleibt, auch wenn man einen oder mehrereMotoren ausschaltet. Es verringert sich dann nur entsprechend die Stromstärke,d. h. bei Nebenschlußschaltung oder Parallelschaltung, bei welcher jeder Motorim Nebenschluß zu den übrigen liegt, wird mit konstanter Spannung gearbeitet.Das letztgenannte ist das bei weitem am meisten verwendete System, sowohlfür elektrische Beleuchtung als auch für elektrische Kraftverteilung.

Die Elektromotoren.

^.. Gleichstrommotoren. Ebenso wie die Gleichstromdynamomaschinen,werden auch die Gleichstrom-Elektromotoren nach den Schaltungsarten ihrerMagnetwickelung in Hauptstrom-(Reihenschaltungs- oder Serien-Mektromotoren,Nebenschluß- und Kompound-(Verbund-) Elektromotors eingeteilt. Die Gleich-