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Dritter Band.
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Maaßstab, verjüngter

Efa, oder Scheffel, ist hier, was bei den Längenmaaßendie Elle ist, das Hauptmaaß, so wie bei den Gewich-ten der Teckel das Hauptgewicht ist. Efa oder Schef-fel 432 Eyerschalen; Seah oder Maaß i/zEfa 144 Eyerscha.'en. Gomer i/io Esa43 V 3 Eyerschalen (oder 202 pariser Kubikzoll.) (z. B.Mos. 19, z6. 5 B. Mos. 25, 14, ,5. Ezech. 45»

10 ) III. Maaße zu flüssigen Dingen. Hierkommt nur Hin vor, 72 Eyerschalen (oder 337 pa»riser Aubikzoll.) Für den Erfinder von Maaß undGewicht in Griechenland , hat man den Phidon vonArgos ausgeben wollen. Aber dieser hat einige Zeitnach Homer gelebt; und in der Jliade VII. 471 wirdschon eines Gemäßes flüssiger Dinge gedacht. Wenigzuverlässige und befriedigende Nachrichten sind von denverschiedenen Völkern über diesen Gegenstand auf unsgekommen. Goguet II. 269. III. nri. f. Gatte»rer I. 42. Busch Handb. d. Ers. VIII. 296.Juvenel. II. 456.

Maaßstab, verjüngter; mit Transversallinien, diewir jetzo noch gebrauchen, hat Tycho de Brahe inseiriem i7ten Jahre (um 1553), da er noch zu Leipzig studierte, von dem dasigen geschickten Lehrer der Mathe-matik, Johann Hommel , gelernt, und dann aufastronomische Werkzeuge zum Winkelmessen angewandt.Daraus folgt, daß Risse nach dem verjüngten Maaß-stabe zu machen, mit der Bequemlichkeit, die wir j-tzohaben, nicht gemein gewesen ist. Kästner Gesch. derMathemat. I. 64z. s. Meßstab.

Macaronischr Verse. Scherzgedichte, worin man

zweyerley Sprachen mit einander vermischt, sind vondem Italiener Theophilus Folengi, (geb. zu Man»«ua 1494. gest. »§44.) rrsunden. Er ließ darin latei-