Band 
Dritter Band.
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Messerschmiede

welcher dies nach gewissen Regeln zu verrichten gelernthakte. Nur dieser brauchte ein Messer, das einzige, wel-ches auf der Tafel vorhanden war, und welches in rei-chen Häusern gemeiniglich mit Silber beschlagen war»und eine Schale aus Elfenbein hatte. Auch das Brod(s. dieses) ward bei Tische nicht geschnitten. Noch jetztwerden in den Wirthshäusern mancher Lander den Gä-sten keine Messer vorgelegt, z. B. nicht in manchenStädten von Frankreich , weil man erwartet, daß jederein Messer bei sich führe, welche Sitte die Franzosenvon den alten Galliern beibehalten zu haben scheinen.Aber als Niemand mehr ohne Messer essen wollte, wur-den die Wirthe genöthigt, wenigstens diese, so wieTeller und Löffel zu geben. Beckm. Erf. V. 291. 299.s. Gabeln. ,,

Messerschmiede kommen in Nürnberg schon 1285vor. v. Murr Journ. XIII. 44. In Augsburg !130z. v. Steilen Augsb. I. 205.

Meßgewand, ist im VI. Jahrhundert aufgekommen.Fabric. 11 ^ 51Z. Mehlig Kirchenlex. II. 157.HeinsiuS Kirchenhist. II. 1007. i

Meßglöckchen, ist vorn Pabst Gregorius IX. , sonst iHugolinus genannt, der von 1227 bis 1241 regierte,zuerst angeordnet. Fabric. II. 1053.

Meßscheibe, wo kein Stift auf der Scheibe ist, hatK. F. Muhlert erfunden. Mag. all. neuen Er f.VIII. 305.

essias von Klopstock s. episches Gedicht,essing, eine Vermischung des Kupfers von gelberFarbe, ist schon den Alten bekannt gewesen, wozu dirzinkhaltigen Erze, die beim Ausschmelzen nicht reinesKupfer, sondern Messing lieferten, die erste Veranlas-sung gaben. In England sollen auch schon die alten