Methodiker 6Z
montanus gegen 1470 erfunden. — DollbedingArchiv Suppl. 20.
Meteorologie, Witterungslehre. In ältern Zei»ten bestand die WitternngSlehre blos aus einigen, aufangebliche Erfahrung gegründeten, mitunter sehr aber-gläubischen, und mit lhörigten Erklärungen der Ursa-chen, vermengten Regeln. — In dem mittlern Zeit-alter verband man diese Lehre sogar mit der Astrolo-gie. Man schrieb nicht allein der Sonne und demMonde, sondern auch allen übrigen Gestirnen, einenunmittelbaren Einfluß auf die Witterung zu, sondernsuchte auch aus den Stellungen derselben Wetkerpro-phezeihungen herzuleiten. Daher kommen noch die,in den Kalendern üblichen Worhersagungen der Witte-rung — ein Ueberbleibsel der Barbarey, welches manin unsren Tagen billig vertilgen sollte. — Jedoch kannman einigen Regeln die Zuverlässigkeit nicht absprechen,und diese Merkmale, die in Dünsten, Winden, Er-scheinungen an thierischen Körpern und Pflanzen liegen,hat Senebier in einer guten Ordnung zusammenge-stellt. (Lichtenberg Magaz. rc. VIII. 2. S. 1 — z6)
— Seit der Eisindung des Barometers (s. dieses.)hat die Meteorologie eine andere Gestalt gewonnen, obman gleich auch dies ganz unrichtig für einen untrügli-chen Vorboten der Winerungsvcranderung ansähe, undihm daher den Namen des Wetterglases gab. —Earlesius (Renatus des Cartes, geb. 1596. gest.a6ZO.) suchte die Meteore auf eine blos mechanischeArt, Stahl hingegen 1716, chemisch zu erklären.
— Die Geschichte der über diesen Gegenstand entworfe-nen vielen Hypothesen hat Richard 1774 gesammelt
— Ein weil größeres Licht hat die Meteorologie durchde Saußüre 1783, und de Lüc 1786, erhalten.
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