Milchzucker
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Pabst Alexander dem VI. den Kardinalshut zu Wege ge.bracht hatte, im XVI. Jahrhundert anordnete.. Eckonnte eine Roll« von 45 000 römischen Huren auswei-sen, die ihm jährlich den Milchzvll entrichten mußten.—Fabric. III. zgo. f.
Milchzucker. Der Italiener Bartoletti ist, so vielman jetzt weiß, der erste, der des Salzes gedacht hat»von welchem die Süßigkeit der Milch herrührt. Ec war1586 geboren, ward Professor zu Bologna und Man»tua, und starb i6zo. Er hat indessen dies Salz nochnicht Milchzucker, sondern lVlann-rm seu nitruirr ssrllactie genannt. Auch weiß man nicht, daß er sich fürden Erfinder desselben angegeben hat. Aber der Jtalie»ner Ludovico Tcsti, ein Arzt zu Benedig, dir 1707im 67sten Jahre seines Alters daselbst starb» hat diesSalz am meisten bekannt gemacht, es für seine Ersin»düng ausgegeben, und als «ine kräftige Arzeney widerPodagra und andere Uebel empfohlen und verkauft, abereben deswegen auch die Bereitung verhehlet. In neuernZeiten ist der Milchzucker am meisten in der Schweitz gemacht worden. Beckm. Erf. II. 289.
Minderers Geist. (8xiritus Nincisrsri.) Der erst-und wahre Erfinder der Zubereitung dieses Arzneymittels,ist nicht, wie die veraltete Benennung desselben vermu-then läßt, und wie man durchgängig anzunehmen scheint,Minderer, sondern Hermann Boerhave , (1732)welcher sowohl zuerst die Darstellung derselben angiebt,als auch deren arzncylichen Gebrauch empfiehlt. Wahr-scheinlich zogen die schottländischen Aerzte hernach diesMittel zunächst in Gebrauch, und Minderer, der sichunter ihnen befand, war vielleicht einer der ersten, derrS dort einführte, und die Ehre davon trug, daß es