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Mittagslinie
ihm auch nachher fast alle holländische Geographen g-efolgt sind. In Frankreich hingegen zog man diesen Kreisdurch den westlichsten Ort der kanarischen Inseln, nämlichdurch die Insel Ferro oder Ferri, und selbst LudwigXIII . setzte»durch einen Befehl vom 2Z. April 1634 fest, !daß die französischen Geographen und Seefahrer, dieLängen der Oerker nie anders, als von da aus, neh-men sollten. Da an sich wenig darauf ankommt, woman den ersten Mirtogskreis hinlegen will, so haben dieAstronomen mehrenlheils den Mittagskreis ihrer Stern-warte als den ersten angenommen; z. E. Tycho denvon Uranienburg, Flamstead den zu Erenwich, Man-fred» den zu Bologna rc. — Gehler. III. 245. — ^
Fischer. III. 614.
Mittagslinie. Ich erwähne ihrer hier nur um desUmstände« willen, daß, außer dem Gebrauche zu astro-nomischen Beobachtungen, auch Mittagslinien zur Ab-messung der Grade auf der Erdkugel, und überhauptzur Verbesserung der geographischen Ortsbestimmungendurch ganze Länder gezogen und verlängert werden, undda ist denn das berühmteste Unternehmen dieser Art, dieVerlängerung der Mittagslinie der pariser Sternwarte,welche von Piccard angefangen, von Iah. D 0 mi-ni cus Cassini in den Jahren »700 und »701, süd-wärts bis Cvlioure an den Pyrenäen , und von JacobCassini, Maraldi und de !a Hire 1713 nordwärts !bis Dünkirchm, zusaminen durch einen Bogen von 8°
Zr' ü 1/2" des Miitagükreises der Erde fortgesetzt wor-den. Um diese Mittagslinie auf der Sternwarte selbstkennbar zu machen, sind Obelisken aufgerichtet, welchevon da aus am Gesichtskreise den wahren Mittags-rmd MitternachkSpunkt bezeichnen. Gehler. III.
250. Fischer. III. 618.