Papiermühle 225
G'sOichte derselben, findet sich in Hermbstädts Bulle-tin XI. 266.
Papiermühle s. Papier.
Papiercapeten. Es giebt dreysrley Arten Papiertape-len: die erste und einfachste Art ist diejenige, welcheaufgedruckte, auch wohl ausgemahlte, einfarbige undbunt» Zeichnungen hat, also nur aus bemahltem Papierebesteht, die andere hat Zeichnungen, welche einen auf-geklebten Staub von gefärbter Wolle haben; und diedritte hat statt der Wolle, Gold oder Silber, oder sil,berfarbigen Glimmer. Die erste Art hat Herr Breil-kops in Leipzig , wo nicht erfunden, doch zu einergroßen Vollkommenheit gebracht. Die Erfindung der
bestäubten Tapeten schreiben viele Franzosen den Eng-ländern zu, und dann fällt sie ins Jahr 1634. Aberin neuern Zeiten haben die Franzosen den Engländerndiese Erfindung streitig machen und behaupten wollen,daß Fran9oiS zu Rouen schon 162» und i6zo der.gleichen Tapeten gedruckt habe. Die Erfindung der
Wachsluchtapeten mit gehackter gmd kleingestoßencr Wollewird einem Franzosen, Audran, zugeschrieben, der imAnfange des vorigen Jahrhunderts ein geschickter Mahlerin Paris war; und die Kunst, Papiertapeten mitGold und Silber zu bedrucken, soll einer, NamensEccard, erfunden haben. In Deutschland ist dieKunst, solche Tapeten zu verfertigen, ums Jahr 1670noch sehr unvollkommen und wenig bekannt gewesen.Eine der neuern Verbesserungen dieser Tapeten bestehtdarin, daß sie hin und wieder mit einem metallischglänzenden Streuglanz überzogen werden. DieserSt>euglanz ist die Erfindung eines NürnbergischenKünstlers. Johann Haursch, der iZyZ geboren, und1670 gestorben ist. Beckm. Ers. II. 583. *
III.
15