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Pergament
ten, ihre Vorfahren hätten schon bei ihrem Aufenthalteunter dem Berge Sinai , darauf geschrieben. Gewißists, daß dir Jsraeliten bereits zu Davids Zeiten, aus-gerollte Bücher von Thielhäuten gehabt; und schon zuHerodots Zeiten, also lang« vor 440 vor Chr. Geh,schrieb man auf Hammel- und Ziegensellen. Ueberdiezwird auch der Gebrauch, den die Alten in dieser Hin-sicht von allerley Gattungen von Häuten wachten, ausden hin und wieder vorkommenden Ausdrücken: K 4 sw-drana csprina, oviila, vituiinu, sAvina, etc. er,sichtlich. Aber dergleichen Membranen konnte man nochkein eigentliches Pergament nennen. Ptolomj,us I., auch Soter und Lagus genannt, KöniginEgypten, der im Jahre der Stadt Rom 480 starb, er-richtete in Alexandricn bekanntlich eine ansehnliche Bi-bliothek» die nachher sein Sohn, Ptvlomäus ll.Philadelphuö, durch Hülfe seines Bibliothekars,Demelrius Phalereus, sehr vermehren ließ. Eume-nes, König von Pergamus, wetteiferte mit ihm,und suchte ihn, wo möglich zu übertreffen. Dies ver-anlaßte Ptolomäus, daß er die Ausfuhr des egypli-schen Papiers bei scharfer Strafe verbot. Die Perga-mer mußten also nothwendig auf die Erfindung einerandern Schreibmasse denken, und so erfanden sie, ohn«gefähr Aon Jahre vor Chr. G., oder in der Mitte beiV. Jahrhunderts der Stadt Rom , das bei uns nochübliche Pergament, welches von der Hauptstadt Per-igäums in Klein-Asien , jetzt Pergamo, wo es zuersterfunden ist, seinen Namen hat. Zu Pergamo erfandman also allererst das Mittel, die Kunst zu ihrer Voll-kommenheit zu bringen, und das Pergament zu machen,»Seiches an Glätte, Schmeidigkeit und Dauer das egyp-tische Papier unendlich übertraf. — In Europa fing