274 Pferde, abgerichtete
ne Preismedaille erhalten, — Busch Almanach. XII.769.
Pferde» abgerichtete. Ob die Alten schon PHrde undandere Thiere zu allen den Künsten abgerichtet haben,welche jetzt für Geld gezeigt werden, weiß man nicht;daß aber die Sybariten, eine Nation in Unteritalien,schon lange vor der christlichen Zeitrechnung, Pferde nachdem Tacte der Musik tanzen gelehrt haben, daS ist vonvielen Schriftstellern bezeugt worden. Im XIII. Jahr,Hunderte scheinen einige eS gewagt zu haben, auf einemPferde über ein Seil zu reiten. Noch im Jahre i 6 oeward einem künstlich abgerichteten Pferde in Frankreich der Proceß gemacht, und es sollte, als vom Teufelbesessen, verbrannt werden. — Beckm. Elf. !V. 6 r.87. 89.
Pferdedecken hatte man schon zu den Zeiten der Römer,ehe man Sättel hatte. Anfangs saß der Reuter un-mittelbar auf dem Pferde, ohne die geringste Unterlagezu haben. Mit der Zeit legte man über das Pferd ei-ne Decke, die oft nur aus Tuch, Matratze, Leder,Fell, oder Pelz war. Nachher wurden diese Deckenkostbarer gemacht, und hingen oft an beiden Seiten desPferdes herunter. Aber als sie auch schon gebräuchlichwaren, hielt man es doch für männlicher, ohne fie zureite». Die alten Deutschen schämten sich solcher De-
cken, und verachteten deswegen die römische Reuterey,die sich derselben bediente. Zur Zeit des Alexander Severus (im Jahr 208.) hätte die ganze römischeReuterey schöne Pferdedecken; aber Sättel waren damalsgewiß noch unbekannt. — Beckm. Elsind. III. yo. s.Sattel.
Pferdefleisch. AuS Pferdefleisch, das man auf diebekannte Weise in Adipo-cire verwandelt, die söge-