Pyramiden
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chen in ganz Egypten nicht hat; nicht einer Ebene,sondern auf einer Anhöhe, welche der austretendeNil niemals erreichen kann; am Fuß der hohen westli.chen Gcenzgebirge, gegen Lybien zu, von Dschise an,(gegen Alt-Kahiro über in !^. W. von Memphis) süd-wärts hinauf gegen Medon zu, das man für das alleNilvpoliS hält; die Obelisken konnten in andern Ge-genden Egypkens, und sogar übers Meer in andereLander geführet werden; aber die Pyramiden vermagkeine menschliche Kraft irgend wohin zu versetzen, undman findet sie noch heutiges Tages genau auf der Stel-le, wo sie vor Jahrtausenden gebauet worden sind; dieObelisken haben alle einerley Figur; aber unter denPyramiden giebt es auch etagenweis gebauete; es istauch eine darunter, die eine bauchigte Figur hat; dieObelisken bestehen alle aus Granit; die Pyrami-den aber sind aus Kalksteinen, (eine auch aus Ziegelstei-nen) gebauet, oder vielmehr größtenlheils aus kegelför-migen Kalkbergen zusammengehaurn» und mit Granitüberzogen; die Obelisken sind gewöhnlich von obenbis unten mit Hieroglyphen beschrieben; hingegen diePyramiden zeigen in ihrem jetzigen Zustande keine In-schriften. Doch haben nach Herodot wenigstens die bei-den äußersten in der ganzen Folge der Pyramiden, d. i.dir aUernördlirbstc, und die allersüdlichste, Inschriftengehabt; endlich, die Obelisken standen alS Zierralhenvor dem Eingänge der Tempel, Palläste rc., aber diePyramiden waren nicht zu Zierralhen bestimmt. Siewaren Gebäude aus den öffentlichen Kirchhö-sen, deren ganze Einrichtung und Verbindung zur sym-bolischen Darstellung des Schattenreichs, des Zu-standes nach dem Tode gebraucht wurde, auch magdie ein« oder andere Pyramiden-Gruppe, mit ihren