Band 
Dritter Band.
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I44 Pythische Spiele

außerordentlichem Beifall lehrte. Mrusel Leitsatz.I.2ZZ 258.

Pythische Spiele. Nach der Fabel entstand das Unge-heuer, der Drache Python , als die Erde nach Deu»kalions Wasserfluth wieder trocken wurde, aus demzurückgebliebenen Schlamm. Apollo erlegte ihn, undbekam davon den Beinamen Pythius. Nach einer na>türlichen Erklärung kann diese Fabel so viel heißen, daßApollo, als die Sonne, die nach der Ueberschwem-wung DeukalionS in dem zurückgebliebenen Schlammebefindlichen schädlichen Thiere, vielleicht auch nur Dün-ste, sehr bald überwunden und zerstreuet habe. Dies«Begebenheit gab Anlaß zur Errichtung der sogenanntenpythischen Spiele, die dem Apollo zu Ehren zuDelphi, welche Stadt man auch ^-,32 nannte, gehaltenwurden. In den ersten Zeiten wurden sie alle g Zahngehalten, in der Folge aber jederzeit mit dem AnfangedeS fünften. Sie sollen zuerst von Amphiktyo, Deu-kaliens Sohn, gestiftet» sodann aber von den söge,nannten Amphiktyonen, nachdem sie einige Zeit un-terbrochen waren, wieder erneuert worden seyn. Anfangswaren Musik und Poesie, die Hauptgegenstande dieserSpiele; nachher wurden auch gymnastische Uebungendamit verbunden. Wenn diese pythische Spielewirklich von Amphiktyo, dem Sohne des Deukali-onS, der für einen König von Thessalien gehalten wird,und um- Jahr der Welt 2455 regiert haben soll, her-rühren, so sind sie die ältesten unter den übrigen Spie-len Griechenlands , ähnlicher Act. Diese Spiele wur-den zu Delphis alle 4 Jahr geseyert, und jeder Zeit-raum von 4 Jahren hieß eine Pythiade. Die er-sten Veränderungen in den pythischen Spielen, wurdenim ersten Zahre der L-sstrn Olympiade, oder 588 Jahr