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Adel
Adel entstand zur Zeit der Völkerwanderung, wo dieDeutschen das abendländische Kaiserlhum überwältigten-bei welchen Zügen die angelehendsten Deutschen Heerfüh-rer wurden, und von manchen Landstrichen Besitz nahmen,die ihnen der Regent auf Wiederruf, Und unter der Be-dingung fernerer Dienstleistung, ließ. Aber erst mit völ-liger Ausbildung des Lebnssystems wurden einige großeKriegspfründen und Pflegschaften erblich, und so entstandder Unie-schied zwischen einem herrschenden und beherrsch-ten, oder zwischen eiNeM hohen und niedern Adel. DerUrsprung der Vorrechte des niedern Adels ist in der ehe-tnäligen Kriegsversassung, und der darin, im XI. Jahr-hunderte entstandenen Ritterwürde zu suchen, welcheletztere in ihrer glänzendsten Periode, die höchste Ehcen-stufe war, welche die, in Kriegsdiensten stehenden Perso,«eri erreichen konnten. Bis gegen l2>8 konnte jederbegüterte Freygebörne sich in diese Laufbahn wagen, undbis zum Ritter steigen; als aber Kaiser Friedrich II.zur Regierung kam, machte dieser die Anordnung, daßniemand, der nicht von Rittern abstammte, zur Rit-terwürde gelangen konnte. Unter diesem Kaiser entstandher Brief-Adel in Deutschland , (s. Adeksbrief.)Im XIV. Jahrhunderte nahmen die deutschen Ritter so-wohl, als die Dienstleute, (oiliaialss, ministsriulss) derGroßen in " Deutschland , den Namen Edelleute an.(s. Edelleute.) Der höhere Adel bediente sich schonin den ältesten Zeiten des Wölkchens von vor den Ge-schlecktsnamen. Bei dem niedern Adel ist solches wahr-scheinlich nur nach und nach, und durch allmähligen Ge-brauch eingeführt, und durch Sprachgebrauch den Guts-besitzern beigelegt worden, indem man sie nach ibren Gü-tern nannte. Schon in der ersten Hälfte des Xll. undsogar schon am Schlüsse des XI. Jahrhunderts haben sich