28
Akademische Würden
— Reimmann ftist. lit. II. 219. Taschenb. fürJünglinge rc. Bremen 1786 141. ff. Mensel
Leitfaden II. 679. ff. III. 886. ff. Fabric. III. imRegister, unter: Universitäten, s. Lehranstalten.Akademische Würden s. Doctor, Magister. Bak-kalaureus .
Akustik. Der Name ist griechischen Ursprungs, und be-deutet Gehörlehre. Es ist die Lehre vorn Schall undTon, die zugleich die physikalischen und mathematischenGründe der Musik in sich begreift. Die mathematischeTheorie der Musik hat schon die Alten beschäftigt, undman schreibt ihre Erfindung dem Pythagoras zu, derin dem Klänge der Schmiedehämmer Akkorde bemerkt,und aus. dem Gewichte der Hämmer die Verhältnisse der-selben geschloffen haben soll. Die neuere Tonkunst weichtvon den Grundsätzen der Alten beträchtlich ab. DieHarmonie, oder Zusammenstimmung mehrerer einan-der begleitender Stimmen, ist wahrscheinlich den Altenganz unbekannt gewesen,' unter den Neuern aber anfäng-lich blos nach Empfindung mit» Gehör behandelt, underst von Rameau 1722, wiewohl mit vielen willkühr-lichen vermischt, in ein System gebracht worden. Seitder Zeit haben sich die Mathematiker und Tonkünstlervereinigt, die Regeln der Musik aus bestimmte Grund-sätze zu bringen. Euler hat 1739 die Tonkunst ganzmathematisch behandelt, und hat zuerst über die vor-her blos durch Proben und Erfahrungen verbessertenWlasinstrumente, etwas Gründliches gesagt. Sturmhat 1710 die Akustik zuerst auf eine wissenschaftlicheArt vorgetragen, und Chladni hat sogar 1787 dieKlänge der Körper sichtbar dargestellt. Lulsr tsntsinnov. tlasor. rnus. I?atrop. 1759. — KienbergerKunst des rein. Satz. in d. Musik. Berl. 1771. —