Band 
Erster Band.
Seite
56
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Lyua toxüuniu,

SS

toxliLnIn;. ein schleichendes Gift, welches dieTophana, oder Toffania, ei» Weib, welches erst zuPalermo, und nachher zu Neapel sich aufhielt, ums Jahr17,irr erfand. Sie verkaufte die Tropfen, welche vonihr den Namen s^uu topkanis, syuu stelln lokkans ha-ben, gab aber auch wohl ihre Waare als ein AlmosenEheweibern, die gern andere Männer haben wollten.Wier bis sechs Tropfen waren genug, um einen Menschenhinzurichten, und man behauptete, daß die Dosis auf ge-wisse Zeit eingerichtet werden könnte. Dies Gift istnachher noch von mehrern in Neapel heimlich bereitet.Beckm. Erf, I. 263.

^<zuu vitus, diesen Namen soll der Branntewein inUngarn schon im XIV. Jahrhundert gehabt haben.Beckm. Erf. II. 452. s. Weingeist.

Arabesken. Verzierungen, die größtentheils aus Pflan-zen, Strauchwerk, Blumen, rc, zusammengesetzt,und entweder in erhabener Arbeit angebracht, oder auf«inen willkührlichen Grund gemahlt sind. Ursprünglichgehören sie, alS Bauzierrathen von erhabener Arbeit, indie Bildnerey, aus welcher sie nachher in die komischeund phantasirende Mahlerey übergegangen sind. DieBenennung hat diese Mahlerey von den arabischen Mah-lern erhalten, weil diese nach der mahomedanischen Re-ligion keine Bilder von Menschen und Thieren mahlendurften. Da sich auch die Mauren solcher Zierrathenbedienten, so wurden sie auch Moreskcn genannt;und Grottpsken hießen sie, von den ähnlichen Ver-zierungen, die man in den Zimmern der verschüttetenGebäude der allen Römer, und in Gewölben unter derErde, die man Grotten nannte, antraf, ogleich mitdem Namen der Grottesken in der Folge nur solcheVerzierungen, belegt wurden, unter welchen man auch