Band 
Erster Band.
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Baukunst

den in Höhlen und Klüften. Nachher suchte man sichbequemere und angenehmere Wohnungen zu verschaffen.Die ersten Häuser der Egypter, und der Völker in Pa-lästina waren von Schilf und Rohr geflochten. Die er-sten Häuser der Griechen bestanden aus bloßen Leimen .Von der Kunst, Backsteine zu machen, wußte man nochnickls. In Gegenden, wo man sich leicht Holz verschafffen konnte, sing man frühzeitig an, davon Gebrauchzu machen. Man flöchte anfangs ganz schlecht Aeste ineinander, überzog diese Art von Hürden mit Erde, undunterstützte sie ckit einigen Stangen. Die Zeit, da manangefangen hat, Häuser aus gehauenen Steinen zu bau-en, ist schlechterdings unbekannt. Eben dies muß manauch von der Erfindung des Mörtels, Kalks, Gypsis,u. s. w. sagen. Eigentlich hat die Baukunst ihren Ur-sprung den Völkern zu danken, die sich auf den Acker-bau legten. Dies Gewerbe brachte sie bald dahin, sichfeste und dauerhafte Wohnungen zu bauen. Chaldäa,Ehina, Egypten und Phönizier, waren die erstenLänder, wo die Baukunst >m eigentlichsten Verstand« inUebung war. Die Kunst, Steine zu beharren, undzum Bauen anzuwenden, ist in Egypren frühzeitig er-funden. Diese Eisindung wird von den Egyptern demThosortus, Nachfolger des Menes, ersten Königsvon Egypren, zugeschrieben. Unter Sesostcis Re-gierung wurde die Baukunst in Egypten sehr erweitert.Zn Klein-Asien wurde sie schon zu den Zeiten destrojanischen Krieges gccricbeffa aber von Schönheiten derKunst findet man um drefe Zeit nichts. Erst von denGrieche» hat die Baukunst ihre Schönheit und Regelmä-ßigkeit erhallen; und in dieser Hinsicht könnte man sa-ugen. daß die Griechen dieselbe erfunden hätten. IhreHäuser waren anfangs nichts als Hütten, Aber sie er-