Blumen, künstliche
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Sonnenblume bemerkt. Neue schweb. Abhandl.IX. Zy. — Die Erfindung der Kunst, Blumen imWinter, vermittelst eines reinen und trocknen Wasser-sandes, in ihrer vollkommenen Schönheit zu ziehen, eig-nen einige dem Jesuiten , Joh. Bapt. Ferrari uS zuSiena , der ums Zahr »622 schrieb, andere aber demProfessor Andr. Böckler in Straßburg , der von 1648bis 1679 berühmt war, und dasselbe in seiner Haus-und Feldschule Nürnb. 1678. lehret, zu. Beckmannstrf. III. 296.
Llumen, künstliche; verfertigte man schon zu Nero'sZeit, und bei den Gastmälern, die er gab, waren sei-ne Tische mit künstlichen Blumen besetzt, die mit demköstlichsten Balsam benetzt wurden. — Die ersten undvollkommensten künstlichen Blumen kamen aus Italien ,und zwar aus Siena im Toscanischen. Die Italienererfanden die Kunst, aus den getrennten Hauten desSeidenkokons, aus steifem Papirr, Pergament, Flor,seiimen Zeugen, auch au« Sammet, sehr schöne Blumenzu verfertigen. In Frankreich hat Wenzel die Verfer-tigung dieser Blumen zur höchsten Vollkommenheit ge,bracht. Auch die künstlichen, aus Porcellain gemachtenBlumen si'rid eine Erfindung der Italiener. Blumen ausMark vom Hollunderbaum, auch von gefärbten Silber»Buchen, hat Seguin in Paris zuerst gemacht. BuschHandb. d. Erf. II. 1. S. 100. — Bollbeding Ar-chiv 69.
Blumenliebhaberey s. Blumen.
Blumenkohl, ist zuerst am Ende des XVI. Jahrhun-derts aus der Levante nach Italien , und von da nachDeutschland gekommen. Beckm. Erf. V. 120.Blumenlese s. Anthologie.
Blumenuhr. Eine Uhr, wo aus dem Oeffnen und Zu.