Band 
Erster Band.
Seite
150
JPEG-Download
 

Borsdorfer Aepfel

15 »

bracht, und nach Linus ist sie zuerst aus Aleppo ge-kommen. Beckm, Erf. V. uz. y.

Borsdorfer Aepfel. Einige leiten die Benennung voneinem Dorfe Borsdorf in Meißen , oder im Voigt-lande her, wo sie zuerst gebauet seyn sollen; anderevon Porstorf bei L ipzig, daher sie auch sächsische Ei,tronen und Pomeranzen heißen sollen; noch andere voneinem Manne, Namens Borsdvcf. Mönche, welchevon der Pforte im Jahr 1175 nach Leubus versetzt wur-den, und namentlich der Abt Florentinus, sollendie Borsdorfer Aepfel zuerst nach Schlesien gebracht ha-ben. Alle diese Nachrichten genügen mir nickt; aberich weiß keine bessere. Man s. die in Busch Handb.d. Ers. II. 2. S. iZ7 angeführten/Schriften.

Botanik, s. Pflanzenkunde.

Botanischer Garten. Den ersten botanischen Gartenerrichteten seit der Wiederherstellung der Wissenschaftendie Venetianer zu Padua 15ZZ. Zu Mitten-der g legte Casp. Cruciger, Prediger daselbst, (geb.zu Leipzig 1504. gest. 1548) zwei botanische Gärtenan. Lucas Gbinus bewirkte 1547 die Anlegungeines botanischen Gartens in Bologna . Unter denP'ivatmannern war Eonr. Gesner der erste, der1570 einen botanischen Garten, zu Zürich , den eistenin der Schweitz. anlegte. Zu Paris soll nach ei-nigen schon. 1570. nach andern erst 158Y ein botani-scher Garten errichtet seyn. Zu Pisa , Fl 0 renz undLeyden wurden 1577, zu Leipzig 1580, zn Man-pelier 1599 botanische Garten angelegt. Turin und Kew erbielten dergleichen im XVII. Jabckundert,Gießen erhielt duich O. Ludw. Jungermann 1622,Altorf durch denselben 1626. Oxford l6zs, Uk «recht rbz8, Jena 1648 oder 1628, Upsala durch