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Erster Band.
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175
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Buchdruckerkmist

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S. 222. ff. Vollbeding Archiv. Suppl. 22.S. Buchdruckerkunff.

Buchdruckerkunst. Die Erfindung der Buchdruckerkunstist häufig der Zankapfel der Gelehrten gewesen. InChina ist zwar diese, Kunst wohl am ältesten, dennschon zu den Zeiten des chinesischen Kaisers Wu-wang,der 1084 Jahre vor Chr. G. lebte, haben die Chineserdie in Hol; geschnittenen Buchstaben, oder vielmehrSprachcharactere, die man schwärzte, und abdruckte, ge-konnt. Da aber kein überzeugender Beweis vorhandenist, daß die Europäer durch frühere Reisen (denn dieSchiffahrt nach Indien hat erst im XV. Jahrhundertstatt gehabt) Kenntniß von dem Druckender Chineser er-halten hatten, so muß man die Buchdruckerkunst mitRecht als eine europäische Erfindung annehmen. Daßsie aber auch eine deutsche Erfindung sei, darüber istman denn nun wohl größtentheils einig gewesen. Obaber die Ehre der Erfindung dem Loren; Küster, oderPeter Schösfer» oder Johann Msntel, oderJohann Guttenberg, oder Johann Fust , oderFaust gebühre, darüber hat man lange gestritten. Allediese Meinungen lassen sich aber folgender Gestalt verei-nigen. Küster (I^aursntius (üootsrus)', ein Bürgerzu Harlem hat mit mehrern das Verdienst, lange vorErfindung der eigentlichen Buchdruckerkunst, Holzschnit-te (s. diese) verfertigt zu haben, und er wird von denHolländern für den Erfinder derselben gehalten. DieseHolzschnitte stellten besonders biblische Geschichten vor,denen Name und Erläuterungen beigefügt waren; undden solchergestalt bedruckten Blättern gab man die Gestalteines Buchs. Diese Kunst kann man als die Vorläuse-rin zur eigentlichen Buchdruckerkunst ansehen, denn vonunbeweglichen hölzernen Buchstaben, war nachher