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Erster Band.
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187
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Bücher-Censur

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Bücher-Censur. Die Censur, oder obrigkeitliche Be-urtheilung der Bücher, die erst herauskommen stal-len, und die von dem Verkoch herausgegebener Schrif-ten verschieden ist, hat schon Plaro vorgeschlagen, undsie ist nachher von vielen gewünscht. Ihren Anfang hatsie im XV. Jahrhundert genommen. Gemeiniglich setztman das älteste Beispiel, daß ein gedrucktes Buch mitobrigkeitlicher Bewilligung versehen worden, in dasJahr 1480; aber es sind schon in Kölln 1479 cherunter öffentlicher Censur gedruckt.

Lange vor Erfindung der Druckerey, schon gleich,nachdem die Verfolgungen der Christen aufgehört hatten,haben Fürsten oft Bücher verbothen und unterdrückt,welche aus den Kirchenversammiungen verdammt waren,und zwar nicht allemal wegen jener Verdammung, son-dern auch wol aus politischen Gründen. Auch hat manBeispiele, daß schon vor Erfindung der Drucke rey,Schriftsteller ihre Bücher vor der Bekanntmachung, ih-ren Obern zur Beurtheilung überreicht haben. Amlbro-sius Autpert, ein Benediktiner Mönch, schickte zu-erst im Jahre 708 seine Erklärung der Offenbarung Jo-hannes, dem Pabste Stephan III. und bat um dessenEinwilligung, die Arbeit fortzusetzen und bekannt zumachen.

Nach Erfindung der Druckerey sing man bald an.den Büchern die Bewilligung der Obern beizudrucken,und es zum Gesetz zu machen, daß kein Buch ohneCensur gedruckt werden solle. Vermuthlich hat die Furchtder Geistlichen vor Büchern, die der Religion, unddadurch ihnen nachthcilig seyn könnten, die Bücher-Censur beschleunigt. Bcckm. Erf. I. yg.

DaS älteste Mandat, wodurch eine Bücher-Censur