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Erster Band.
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Charlatanerie

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Das Wort Charkatan soll einen Taschenspieler oder Gauk-ler bedeuten, weil solche Leute ehemals von ihren rothenKleidern Lcarlatati, oder Lcsrlatani genannt wurden.Der Ursprung dieser Benennung, womit man jetzt zumTheil einen andern Begriff verbindet, wäre demnach inder Kleidung, und der Name der Farbe der Kleidungin den Zeiten zu suchen, wo man aufgehört hat, dieorientalische Kermesfarbe, wie sonst, Purpur zu nennen.Beckm. Erf. III. 40. s. Cochenille.

Charlatanerie. Der erste, der ein Buch schrieb, überdie Chacletanerie der Gelehrten überhaupt, war I oh.Burc. Menken im Jahr 1715. Nachher schriebLeonhard Fröreisen, 1735 über die Charlatanerie'der Geistlichen; schon früher aber, und zwar im I.1674 hatte Friedrich Gerdesius von juristischenFindchen, und 1717 Joh. Laet von der Charlata-nerie der Aerzte geschrieben. Eckhards medici-nischer Maulasse, oder der en klarste Markt-schreyer, erschien »719, und Tenagogi Grundrißdes juristischen und medicinischen Charlatans,1742. Fabric. I. 20.

Chaussee. Land- oder Heerstraßen wurden sehr frühzeitigangelegt, und gehen wahrscheinlich bis über die Zeitender Semiramis, die über 1200 Jahr vor Chr. Geb.lebte, hinaus. Auch die Griechen und Römer hattengepflasterte Landstraßen. Aber die Einrichtung verlohrsich mit der Zeit, und erst nach Jahrhunderten ahmtendie Franzosen die in Vergessenheit gerathenen römischenLandstraßen nach, woraus die Chausseen entstanden.Carl der Große (geb. 742. gest. 814.) war der erstegallische König, der wieder an Straßen arbeiten, diealten Wege bessern, und neue anlegen ließ. UmSJahr 1200 sing man in Deutschland an, Landstraßen zu