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Erster Band.
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Compaß

mittlern Zeitalters, daher mangeln uns alle Nachrichtenvon der eigentlichen Zeit und dem Urheber derselben.Die Alten haben sie wohl nicht gekannt. Aller Wahr-scheinlichkeit nach ist sie doch aber schon einige Zeit imGebrauch gewesen, ehe man ihrer in Schriften gedachthat. Gnyot von Provins soll ihrer nZi zuerst ge-dacht haben. Doch nennen die meisten als den Erfin-der des Seecoinpasses erst den Fkavio Gioja, oderGiri, einen Neapolitaner aus Amalsi, der um denAnfang des XIV. Jahrhunderts lebte. Er kann seyn,daß diese Eisindung wach und wach mehrere Fortschrittegemacht, und durch diesen Italiener erst einige Vollstän-digkeit erhalten hak; aber die Erfindung kann man ihmmit Recht nicht beilegen, denn aus den Schriften desHugo de Bercy, eines Mönchs "zu St. Germain desPrez, und des Cardinals Vitry, welche beide sehrdeutlich vom Compaß sprechen, gehet hervor, daß schonzu Ansänge des XIII. Jahrhunderts die Magnetnadel beider Schifffahrt gebraucht sey. (Sprengel Gesch. d. Arz-neyk. 11. Z 22 .) Mehrere Nationen machen Ansprücheaus die Ehre der Erfindung oder Verbesserung dieses wich-tigen Gegenstandes. Die Italiener rühmen sich der Er-findung selbst. Die Engländer haben die schwebende Auf-hängung des Seecoinpasses angegeben. Von den Hollän-dern kommen die bequemen Namen der Weltgegendenaus der Windrose her, und die Franzosen wollen derNadel wenigstens die Lilie, die man gewöhnlich an ihreSpitze setzt, gegeben haben. Bei den Chinesern trafendie ersten Europäer» die uns von ihren Reisen dahinNachrichten hinterlassen haben, die Magnetnadel bereitsan. Dies hat einige veranlaßt, zu glauben» die Kennt-niß derselben sey aus China zu uns gekommen. DenNamen der Boußole hat sie von dem Gehäuse, »der