Band 
Erster Band.
Seite
260
JPEG-Download
 

2§o Decher-Häute

liche Tradition aber erst 1349. Universallex. Alt.Dauphins.

Decher-Haute. Wenigstens schon im III. Jahrhundertzählte man Häute und Leder nach Decurien, wovon dienoch jetzt gebräuchliche Benennung Dreher'» welche auchim Englischen, Dänischen und Schwedischen vorkommt,abstammt, so wie auch das im mittlern Zeitalter ge-bräuchliche Wort äacia, oder äacruin xellluill. Dich,mann Erf. V. 45. s. Zimmer.

Dechiffrirkunst» Entzieserungskunst. Die Kunst,geheime Schriften zu lesen und zu verstehen, ist nichtneu. Sie muß schon den Alten bekannt gewesen seyn,da diese sich geheimer Schriften bedient haben. Ueber dieEntzieserungskunst selbst aber, haben sie wohl nichts hin,terlassen. Die Neuern haben sie erst studirl. FranzDieter, Requettenmeister bei der Königin Margarethevon Frankreich , der 160z starb, war darin so stachdaß man ihn für einen Hexenmeister hielt, und Zeh.Wallis (geb. 1616. gest. 170z) erfand die Kunst esmnesterhaft, ohne jedoch etwas darüber geschrieben zu habe».Unter den Italienern hatte Ant. Maria Caspi, Sekr.des Großherzogs von Toskana , unter den Franzosen derOberrechnungsmeister Roßignol, in dieser Kunst weitgebracht. Lrsitdaupt srs äscikratoria Heimst.^37. Juvenel II. 207. Ladcovat hist. Hand«wörterb. IV. 88t. 940. Fabric. I. 24Ü. III. gSr.

Decimalrechnung. Johannes Müller (Regie»montan» s,) (geb. 1436, gest. 1476) bediente stehderselben zuerst in seinen Sinus-Tabellen. Erst in derzweiten Hälfte des XVI. Jahrhunderts schrieb ein Holland .Ingenieur, Simon Stevin , eine Abhandlung vonden Decimalbrüchen, und führte diese Rechnungsart zu»