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Erster Band.
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Dinte

sich die Alten auch rother Dinte, die von verschiede,«ein Werthe, und bald bläßer, bald lebhafter und brennen«der war, je nachdem man sie aus Röthel, oder Men.nig, oder aus dem Safte der Scharlachbere, oderaus Zinnober, Mr gar aus Purpur bereitete. Dieseletztere Dinte machte man aus der, am Feuer gesotte,nen Purpurschnecke, und ihrer zu Pulver gestoßene»Schale. Sie war sehr kostbar, und blieb daher in spö»lern Zeiten nur ein Vorrecht der Kaiser, welche damitunterschrieben, daher diese Dinte auch saeruni encau-rturrr hieß. Kaiser Leo verbot dasselbe allen Privatper-sonen, und sogar den Regenten wahrend der Minder-jährigkeit eines Kaisers. Im X! 1 . Jahrhunderte erhielte»auch die nächsten Anverwandten des Kaisers die Erlaub-niß, sich des sacri encausti zu bedienen. Uebrigensmuß man dasselbe nicht mit dem Lnoausturrr verwech-seln, womit die Alten mahlten. Mit rother Dinteüberhaupt war es gewöhnlich, den Titel, oder Inhalteiner Schrift, oder die Anfangsbuchstaben, oder Rand.glvssen zu schreiben; (s. Rubrik) zuweilen nahm manauch blaue Dinte dazu. (Ovid .trist. elsz. I. Juve-ual Sät. 14, igi. Persius Sal. 5, gc>.) Spater-hin schrieben die Abschreiber am Ende eines Codicis ih-ren Namen, und die Zeit, wenn die Arbeit angefan-gen und beendigt worden, mit rother Dinte. In vie-len Codicibus findet man auch goldene und silberneSchristzüge. Nicht nur einzelne große Buchstaben, odereinzelne Wörter, Namen, Titel rc., sondern ganzeEodices glänzen durchgängig von goldnen ^rnd silbernenSchriflzügen, deren Pracht durch das rothe Pergament,worauf man schrieb, noch mehr gehoben wurde. Sol-cher Schriften erwähnt schon Hieronymus im IV.Jahrhundert, und sogar Josephus , ein Schriftsteller