Band 
Erster Band.
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Vülcanus (Odyß. VIII. 27z — 278.) verfertigte aufseinem Amboß mit Hammer und Feile, ein Netz, daszärter war, als Spinnengewebe. Bom Ziehen derMetalle wird nirgends bei den Alten geredet. (Überhauptscheinen Arbeiten aus Metalldrat bei den Alten viel sel-tner vorzukommen, als .man vermuthen sollte, wennsie solche schon so leicht und wohlfeil, als wir, zu ziehengewußt hatten. Selten werden Dratnetze, und Gitteraus Drat genannt, und selbst, wo solche vorkommen,scheinen sie nur Schmiedearbeit gewesen zu seyn. SolcheFäden vvm theuersten, und zugleich dehnbarsten Metalle,dem Golde , hat man sehr früh zum Schmuck der Klei-der angewendet. Weil es aber keine leichte Arbeit ist,diese Fäden zu künden, so sind sie vermuthlich zuerstnur Lahn gewesen, oder, man hat sie so schmal alsmöglich, aus dünnen Blechen geschnitten. Die Kunst,solche massive Goldfäden mit Garn zu verwehen,schreibt Plinius dem König Attalus zu (im II. Jahrh,vor Chr. G.). Aber Attalus hat wahrscheinlich zuerstwollene Zeuge mit Goldfäden sticken (nicht wirken) las-sen. Im III. Jahrh, nach Ch. Geb. scheint man auchGold mit Leinen verwebt, oder Leinen mit Goldfadengestickt, oder auf Leinen Goldfaden aufgenähet zu ha-ben. Das Silber auf gleiche Weise zu Faden, oderDräten zu machen, hat man viel später angefangen.Wenigstens ist zur Zeit des Kaisers Aurelian poch keinSilberdrat bekannt gewesen. Unter den letzten Kaisernaber sind Silberdräte von den Griechen verwebt worden.Ziemlich fein muß man doch den Golddrat schon in altenZeiten zu machen gewußt haben, weil man damit stickteund webte. Beckm. Ers. III. 60. s. Dratzieherey. Tres-sen. Slickerey.