Familien - Begräbniß 565
stein an, welches noch bis jetzt vorhanden ist.— Kurz»gef. Handwörter b. üb. d. sch. K. I. 400. s.
Familicn-Begräbniß s. Erbbegräbniß.
Fangeisen s. Jagdspieß.
Fantom. Hat der Pros. <8. Vrolik erfunden. Allgem.Lit. Zeit. Jntell. Bl. Jen. 1803. N. 10Z.
Farbe, blaue s. Kobalt.
Farben. Schon Epikur (geb. um 342, gest. 271 vorEh. Geb.) lehrten, daß die Farben nichts Eigenthümli-ches der Körper waren, sondern aus gewissen Lagen ih-rer Theilchen, gegen das Auge, entstünden. — Se»neca (geb. ums Jahr 13, gest. im Jahr 65. nach Ch.Geb.) führt an, daß das Licht der Sonne, welchesdurch ein eckiges Stück Glas falle, (er hat also schondas Prisma gekannt) alle Farben des Regenbogens spiele.Er bemerkte aber dabei, daß dies keine wahren, son-dern falsche Farben waren, dergleichen man an demHalse einer Taube sähe, welche sich mit der Lage desHalses veränderten. — Descarleö (geb. 1596, gest.1650) hielt die Farben nicht für Eigenschaften der Kör-per, sondern erklärte sie 1637 für Wirkungen eines zwi-schen den Körpern und dem Auge befindlichen Mittels:des Lichts. Da er sich aber von der Natur des Lichtseigne Vorstellungen machte, so siel auch seine Erklärungwillkührlich aus. — Boyle (geb. 1627, gest. i6gr)war der erste, der über die Farben Versuche anstellte,und annahm, daß sie bloß auf der Oberfläche der Kör-per sich befänden, von der Lage der Theile auf derOberfläche, abhingen, und eine Modiftcation des von derFläche zurückgeworfenen Lichts wären, mithin keine in»hörnende Eigenschaft der Körper ausmachten. — Hyvk(geb. 1655, gest. 170z) nimmt nur zwey Hauptfarbenan, nemlich: blau und roth, und betrachtet die übn?