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Sechster Band, welcher die Supplemente zu den vorhergehenden 5 Bänden enthält. A-Z.
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Branntewein. 47

ten zu Padua ist auf Francisc. BoNafides, einesArztes und Lehrers der Arzneykunst daselbst, Veranlassungangelegt, und ihm zuerst die Aufsicht darüber anvertrauetworden. Der Garten kam 1540 zu Stande. — Kest-ner med. Gel. Lex. 123.

Branntewein (5 B. 71). Europäer , wie der spanischeArzt Abulcases, und Raymündus Lullius ausMajorka , lernten das Destilliren des Brannteweins vonden Arabern im XU. und XIII. Jahrh. In Europa machte man aber lange Zeit nur Weinbranntewein ausWein; dieser diente anfangs bloß als Arzeney. AusBier und aus Bierhefen machte man schon zu Anfangedes XV. Jahrh, einen Branntewein, bald darauf aberauch aus Weinhefen. — Zum Gährungsmittel nahmman gewöhnlich Bierhefen. Westrumb empfahl dazuvor mehrern Jahren die Hefe des Brannteweinguts mitHopfen versetzt, und damit wieder in Gährung gebracht.— Bor etlichen und zc» Jahren hakte der FranzoseBeaum^ einen Helm mit mehr als Einer OeffnuNg,und folglich auch mit mehr als Einer darauf passendenBlase erfunden, damit der ganze Act des» Brennensschneller von Statten ginge. Diese Erfindung legte dannwieder den-GrUnd zur Erfindung der so berühmten schot-tischen Blase (s. diese). — Mancherlei Borrichtungenund Mittel, das gefährliche Abspringen des Helmszu verhüten, haben Bordowig, Hermbstädt, Brau-müller u. a. angegeben. —- Mittel, den Brannteweinam Geschmack, und überhaupt an Güte zu verbessern,sind von vielen angegeben. Die von Lowitz in St. Pe-tersburg, und dem Schweden Nyström angegebenen,werden unter die vorzüglichsten gerechnet. Ein neüeSMittel, den Branntewein zu entfuselN, Und ihn durchVermischung des Brannteweinguts mit Kalkmilch in eineArt Cognac zu verwandeln, hat Hermbstädt erfun-