Band 
Sechster Band, welcher die Supplemente zu den vorhergehenden 5 Bänden enthält. A-Z.
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Brannteweins-Brennapparat.

den. Döbereiner in Jena hat vor kurzem die Erfin-dung gemacht, den übelschmeckenden Branntewein durcheiye kleine Quantität oxydirt-salzsauren Kalkes zu reini-gen, womit man das Gut vor dem Destilliren einigeTage stehen laßt. — Raymund Lullius, der oft ohneBeweis für den Erfinder des Brannteweins ausgegebenwird, war 1235 zu Palma auf der Insel Majorka gebo-ren, und 1315 gestorben. — Arnold Bachuone ausVillanova in Katalonien , starb um rzio. Am Endedes XIII. Jahrh, lehrte er zu Barcellona . LulliuSwar sein Schüler. — Die Modenenser, die das Brannte-weinbrennen von den Arabern lernten, handelten damit zuAnfang des XIV. Jahrh. i»S südliche Deutschland. —Die erste, den Branntewein betreffende Berordnung, istvom Jahre 1360. — Im XVI. Jahrh, wurde der inItalien fadricirte Branntewein überall unter dem Namen/lyua vitas verkauft. In den deutschen Apotheken abermachte man ums Jahr 1574 zuerst einen Unterschied zwi-schen Aquavit oder Spiritus viui rsctiiiLstu» siwplsx,«nd zwischen gebranntem Wein, oder Spiritus vini vultzosyus sräsns. — Damals war aüch in Spanien dasBrannteweintrinken unter dem gemeinen Manne schon sehrgewöhnlich geworden. — In Schweden war der Brann-tewein schon in der Mitte des XV. Jahrh, bekannt. Aberdie Kunst, ihn zu bereiten, übte man noch nicht allge-mein aus. Anfangs benutzte man ihn in diesem Lande,wie in medrern, als ein Mittel gegen die Pest. Aberunter Erich XIV. wurde er gemeiner, und Johann II.ließ schon zweierlei Arten dieses Getränks bereiten» —Poppe Gesch. d. Lechnol, III. 253— 257^ — Haridkder Etf. 84. ff.

Brannteweins- Brennapparat. Einen neuen — hatZgnaz Müller zu Würzburg erfunden» der große