Zö Buchdruckerei.
des XV. Jahrh, scheint man die Kunst erfunden zu haben,die Blätter der Bücher mit Fäden an einander zuheften, und am Rücken zusammen zubinden. Es fan-den sich nun Leute, welch« sich bloß mit dem Einbindender Bücher beschäftigten. Nach und nach wurden neueWerkzeuge, z. B. die Heftlade, erfunden. — In derletzten Hälfte des XVlH. Jahrh, erfand der BuchbinderWeidemann zu Wolfenbüttel die Kunst, das zu demWinden bestimmte Leder schon marmorartig zu fchattiren,und das Pergament so zu behandeln, daß es dem Far-Lenspiele und Glänze der Perlmutter sehr nahe kam. —Wor etwa 20 Jahren wurde die Kunst erfuyden, marmo-rirte Pappenbande, ohne Leder, bloß mit einem Ueber-zuge von marmorirtem Papiere, eben so schön zu bearbei-ten. — Der Buchbinder Verh eilig in Würzburg lie-ferte vor ohngefähr 25 Jahren geschmackvolle Einbände,die auf den Decken mit Figuren, Smnbildern u. dergl.geziert waren, und aus dem Schnitte Zeichnungen hatten,die man nur bei gewissen Lagen des Buchs sehen konnte.
— Vor einigen und zo Jahren wurde in England dieMethode erfunden, Bücher ohne Nadel und Fadeneinzubinden. Schon im Jahre 1785 übte der Fran-zose Bist aux in Paris diese Methode aus. Auch Deut-sche banden auf diese Art Bücher ein, aber es fehlt densolchergestalt eingebundenen Büchern die Dauerhaftigkeit.Das Verfahren ist daher auch nicht allgemein geworden.
— Poppe Gesch. d. Technol. II. 2Z8. f.
Buchdruckerei (r B. 17z). Peter Kirsten (geb.
iZ 77 , gest- als Pcof. d. Arzney?, zu Upsala 1640) hatzuerst in seiner Vaterstadt Breslau eine arabischeDruckerei angelegt. — Stolle Hist. d. med. Gel. 271.
Buchdruckerkunst (i B. 175). Das erste Buch, dasjemals durch eine bloße Maschine in England ge-druckt worden, ist Iks Immutior» ot kti)-siolog7 bzr