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sonst am Bußtage in.den lutherischen Kirchen gesungenwurde. Ambrosius , Bischof zu Mayland, im IV.,und Johannes Damascenus im VM. Jahrh, wer-den wegen ihrer vortrefflichen Weisen, die sie componir-ten, sehr gerühmt. Letzterer erfand auch gewisse Zeichen,wodurch er das Steigen und Fallen der Trimme andeu-tete. Carl der Große, und Pabst Gregor der Große,erwarben sich, so wie späterhin Guido von Arezzo ,im XIII. Jahrhundert, letzterer besonders durch Erfindungder Tonbenennungen, die noch jetzt gebraucht werden,Verdienst um die Choralmelodien. Im Anfang des XV.Jahrh, sang man in einigen Kirchen Deutschlands deut-sche, auch wol halb deutsche und halb lateinische Ge-dichte, wozu aber der Bischof vorher seine Erlaubniß ge-geben haben mußte. Aus diesen Zeiten sind die, in luthe-rischen Kirchen oft gesungenen Lieder kstri Orssäsu-sis: Iw äülci jubilo, und kusr nsius irr Lvtkleksrn.Besonders geschahe dies in den Kirchen der Wicle fitenund Waldenser. Johann Huß führte unter den so-genannten Brudern in Böhmen, Mähren und Polen ,den Kirchengesang in böhmischer Sprache ein. Es ent-stand daher bald eine Sammlung böhmischer geistlicherLieder, von welchen viele den berühmten LiederdichterTranoscius zum Verfasser hatten. Michael W e i ßübersetzte dieselben zu Anfang der Reformation insDeutsche. Den lateinischen Kirchengesang hat Luther gänzlich abgeschafft, und dafür den deutschen eingeführt.—Kl. W. Frantz Choralbuch. Halberst. iKn. S. 72.sf., wo auch ein sehr vollständiges Nerzeichniß der Dichterund Componisten der vorzüglichsten Choräle, in alphabe-tischer Ordnung aufgestellt ist.
Chorbücher. Eine treffliche Methode, Chorbücher zudrucken, erfand der Spanier Doblano im Jahr 1787.— Poppe Gesch. d, Techn, IU. 79 '