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Sechster Band, welcher die Supplemente zu den vorhergehenden 5 Bänden enthält. A-Z.
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Epigramm. 107

genauer. In der Folge bat besonders Kastrier vielAufschlüsse über die Epicycloide, und über die Anwen-dung derselben zu Zähnen gegeben. Der sächsische Berg-rath Borlach machte schon vor mehrern Jahren, aufden Salinen zu Kosen und Dürrnberg , Gebrauchvon der Epicycloide, indem er die Zähne seiner Rädermit glücklichem Erfolg danach bilden ließ. — PoppeGesch. d. Techn. I. 155.

Epigramm (i B. 337). Unter diesem Namen begriffendie Alten kurze Gedichte, die nur eine Idee in wenigenZeilen ausdrückten. Meleager arrs Gadara in Syrien ,* sammelte ino Jahr vor Chr. G, einen Vorrath solcherGedichte, und trug eine Anthologie, unter dem Titelo-rkßoevs; zusammen, die Strato im III.

Jahrh, wieder vermehrt herausgegeben hat. — EichhornGesch. d. Lit. I. 169. In obigem Begriffe das Wortgenommen, waren fast alle römische Dichter zugleich Epi-grammatisten. Erst Martial gab den Epigrammen dieEigenschaft einer witzigen oder frappanten Wendung amEnde, worin Magnus Ausonius im IV. Jahrhund.sein Nachfolger war, dem es aber an Martials Witze ge-brach.— Das. zzü. Unter den Portugiesen versuchteAntonio Ferreira vor 1569 die ersten Epigrammenim Sinne der Alten. — Eichhorn Gesch. d. Lit. IV. 1.S. 250. Den Namen Epigramm soll Lazare d«Baif (gest. 1545) zuerst in die französische Sprach«eingeführt haben. Das. 328. — Das älteste Epigramm»in englischer Sprache ist wahrscheinlich von Thoma SMsre (enthauptet 1534). Das. 2. S. 548. — InHolland ist Römer Visscker (gest. »620) im Jal.)r1590 der erste bekannte'Epigrammendichtec. Das. 3. lI.1294. Der erste, der über die epigrammatische Dicht-kunst der Deutschen geschrieben, und solche in Nebelnverfaßt hat, war Ioh. Gottl. Meister, Rector zu