Band 
Sechster Band, welcher die Supplemente zu den vorhergehenden 5 Bänden enthält. A-Z.
Seite
118
JPEG-Download
 

»i8 Falkenthaler.

teter Falke auf einem Baumstamme, mit der Umschrift:Llstus tsnäet in sltunr. Auf dem Revers in einerweiten Ebene der Marggraf zu Pferde mit Gefolge. Inder Höhe wird ein Reiher gedeiht, rc. Umschrift: Oblsotsnarns krilicipis^ — Schellenberg Handiex. I. 274.

F alke nth a ler; find zweilölhige silberne Schaumünzen vomMarggrafen Carl Wilh. Friedrich, mit beinahe dem-selben Gepräge der Falkenducaten. Das. am a. O.

Falknerey (r B. z6r). Der Falknerey wird schon imrömischen Gesetzbuche (Digest. L,. 4z. tit. 24, 22) undvon den Schriftstellern des IV. und V. Jahrh, gedacht.Julius Firmicus Maternus , der ums Jahr zg6schrieb, und Casus Sollius Apollinaris Sido-riius, der um 480 lebte, gedenken ihrer. Nach Italien soll Friedrich l. Barbarossa die ersten Falken ge.bracht haben. Rainaldus, Marggraf zu Este. warunter den italienischen Fürsten der erste, welcher dieseJagd annahm. Kaiser Friedrich II. hat ein Buch äs»rts vensnäi geschrieben, welches zuerst aus einer Hand-schrift tgy6 zu Augsburg in 8- gedruckt ist. In diesemBuche wird der Verfertigung und des Gebrauchs derHauben (capislla) gedacht, und gesagt, daß solche vonden Arabern erfunden worden. — Beckm. Erf. a. a. O.

Fangstricke. Sind alter als die Fangnetze, und nochlange auf der Jagd und im Kriege gebräuchlich gewesen;sind alrch noch jetzt, bei manchen sogenannten Wilden,Welche keine Feuergewehre haben, im Gebrauche. DiePerther, die Alanen, die Hunnen, die Auchaten,eine scytische Nation, machten Gebrauch von den Fang-stricken. Hieher gehören auch die rstisrü und Isyussrüin den blutigen Schauspielen der Römer, deren Weisezu fechten Piktacus erfunden haben soll. Dahin gehö-ren auch die Stricke des Teufels, der Pest And des To-des, in den hebräischen Büchern- z. B. Psalm is, 6.