Fernrohr. i2§
Glasfenster (s. diese) auf. — Poppe Geschichte derTechn. II. 56.
Fernrohr (1 B. 37z). Lerebour in, Paris hat im I.igiy ein achromatisches Objectiv von 2 Decimeter Oeff-nung (7 Zoll 4 Linien) und fast z Meters Brennweite(y Pariser Fuß) verfertigt, wovon viel Aufhebens ge-macht worden. Aber der Professor Trauenhofer hatschon zu Benedickbeuern im I. 1312 ein dergleichen Fern-rohr von Zoll Oeffnung und y Fuß Brennweite an-gefertigt, welches sich seit dem eben gedachten Jahre aufder K. Sternwarte zu Neapel befindet. Folglich ist inDeutschland schon 7 Jahre früher eben so viel geleistetworden. Es ist aber seitdem in Bayern noch ungleichmehr geschehen. Auf der, im December 181Y zu Mün-chen Statt gefundenen Ausstellung, befand sich nämlichaus dem Frauenhofer- und von Utzschneiderschen mathe-matischen und optischen Institute, welches dermalen inMünchen sixirt ist, das größte aller bis jetzt verfertigtenObjective, nämlich eins von y Pariser Zoll OeffnungUnd von 13 Fuß und y Zoll Brennweite. Es ist sorein, farbenlos, und in seiner Gestalt und Wirkung sovollkommen, daß man auf 712 Fuß Entfernung kleineDruckschrift damit zu lesen im Stande ist, und selbstdas Pünktchen auf dem i völlig scharf dadurch erkennt.— Berl. Nachr. v. St. u. gel. S. 1820. Nro. 33.
Festtage. In den Kaiser!. Königl. Landen sind durch eineBulle vom Pabst Benedict XIV. vom I. 1753, unddurch einen Hirtenbrief des Erzbischofs zu Wien von1754 der 2te und gte Feiertag sowol Weihnachten, alsOstern und Psiiigsten in so fern eingestellt, daß einemJeden erlaubt ist, nach angehörter Messe zu arbeiten,auch das Gesinde dazu angehalten werden darf. Spä-terhin ist bei den Protestanten nur der gte Feiertag ein-gestellt, aber ohne daß irgend ei» Gottesdienst an dem-