Band 
Sechster Band, welcher die Supplemente zu den vorhergehenden 5 Bänden enthält. A-Z.
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Formschneidekunst. ,37

Mahler sich ihrer annahmen. Am meisten vervollkomm-nete sie Albrecht Dürer zu Ende des XV. und imAnfange des XVI. Jahrhunderts. Seinen ältesten Holz-schnitt verfertigte er 149g. In Deutschland war dieHolzschneidekunst am frühesten im Gebrauch, und aucham weitesten gebracht. Sie ging aber akch" schon vorder Mitte des XV. Jahrh, nach Italien, Holland, Frank-reich, England u. s. w. über. In Italien wurde daSälteste Buch mit Holzschnitten zu Rom im Jahre 1467durch Ulrich Han aus Jngolstadt, -gedruckt; in denNiederlanden das erste zu Löwen 1474; in Frank-reich 1482; in England 1483; in Portugal 1491;in Spanien 1493; in Polen iZir. — Das Jllu-rniniren der Holzschnitten war schon in der Mitte desXV. Jahrh, in Deutschland, Italien u. a. Ländern üb-lich. Bald nach Erfindung der Büchdruckerkunst kam inDeutschland auch die Methode auf, Holzschnitte mitLunten Farben (sn Eama^sux), durch Beyhülfe von »oder A verschiedenen Stöcken zu drucken. Zu Ende deS

XV. Jahrh, wackren unter andern Pilgrim und Mairsolche Holzschnitte, die jedoch sehr geschmacklos waren^.Einen weit bessern verfertigte LucaS Cranach im I.1500. Aber erst Albrecht Dürer und Joh. Burg-mayr, brachten die Kunst, farbige Holzschnitte abzu-drucken, seit 1500 zu großer Vollkommenheit. Der Ita-liener Hugo da Earpi führte diese Manier zwischen1520 und 1530 in Italien ein. Johann Schottdruckte 1513 zu Straßburg eine Karte von Lothringen mit 3 Stöcken, um dreyerlcy Farben, Berge, Hauptorteund Nebenorte darzustellen. Noch in der Mitte deS

XVI. Jahrh, gab es treffliche Holz- und.Formschneider,z. B. zu Augsburg Melchior Kriegstein, AntonHannas u. a. m. Das Kupferstechen brachte aber dieHolzschneidekunst nach und nach in Abnahme, und im

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