XVII. Jahrh, kamen fast gar keine ausgezeichnete Holz-schnitte mehr zum Vorschein. Um das Ende des XVIII.Jahrhunderts aber harke Unger in Berlin im Holzschnei-der! sich sehr viele Fertigkeit und Geschicklichkeit erworben.Er sing an, diese Kunst wieder empor zu heben. Gubitzin Berlin brachte sie noch hoher, so daß seine Holzstichebey ihrer Feinheit und Genauigkeit fast die Stelle hüb-scher Kupferstiche vertcercn, von denen sie auch fast garnicht zu unterscheiden sind.— Poppe Gesch. d. Techno!.III. yy. ff. Vcrgl. Eichhorn Gesch. d. Lit. II. 2. S. 526.
Fortepiano si B. 405). Ein Fortepiano, das so kleinund gefügig seyn soll, daß man es in jeder, nur etwasgeräumigen Kutsche mitnehmen kann, wird als eine eng-lische Erfindung (1805) ausgegeben. Chladni hat aberdie Ehre der Deutschen gerettet, und versichert, daß Schrö--ler in Nordhausen allein als der Erfinder derselben an-zusehen sey, tpeil er, als er noch Zögling der Kreutzschstlein Dresden war, zuerst die Idee auf zweycrley Art an-gab, Saiten, vermittelst einer Tastatur durch Hammeranzuschlagen, welche nachher von andern ausgeführt ward.Späterhin haben sich mehrere das Verdienst erworben,diese Erfindung sehr verbessert und vervollkommnet zuhaben, sind aber keine Erfinder eines neuen Instruments.— Hesperu« 1820. N. 1. S. 31. '
Fothergillisch er Gesichtsschmerz. Der Pros. Sie-bold d. j. in Würzburg hat 1795 nachgewiesen, daßFoth ergibt nicht der erste Beobachter des Schmerzessey, den man fast allgemein in Deutschland den Fother-.Mischen Gestchtsschmerz genannt hat. Bausch, derStifter und erste Präsident der Lcaä. nstur. curiosor.,der 1655 starb, litt an dieser Krankheit, und sie ist inden LM. nstur. cur. Osc. I. tVnn. II. und auch imfolgenden Jahrgange beschrieben. Am genauesten undvollständigsten beschreibt Degner das Uebel in den äat.