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Sechster Band, welcher die Supplemente zu den vorhergehenden 5 Bänden enthält. A-Z.
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Hut. 199

hängendem Rande. Da letzterer, besonders im Kriege,unbequem war, so schlug man ihn auf, erst zweimal, her.nach dreimal. Man hatte also z verschiedene Hauptfoc-men von Hüten: runde, zweimal aufgeschlagene (es giebtauch einmal aufgeschlagene) und dreimal aufgeschlagene,oder dreieckige. — Die Farbe der Hüte war anfangsweißlich, wie die eigentliche Farbe der Wolle, worausman sie gemacht hatte. Mit der Zeit erhielten die Hütevöllig die Farbe des Kleides, welches gewisse Personenausschließend trugen. So machte man z. B. für Jägergrüne, und für Müller bläuliche Hüte. Erst voniAnfange des XVI. Jahrh, an, wurden die schwarzenHüte beliebt. Die ersten Filzhüte und Filzmützen wa-ren aus Schafwolle gemachti Indessen sing man auchbald an, sie aus Hasenhaaren, Kaninchenhaaren, Vigogne-wolle und Biberhaaren zu verfertigen. Biberhaarne Hüte,oder Caflorhüte waren im Anfange des XVl. Jahrh,noch höchst selten und kostbar. In England wurden dieseunter Carl I. bekannt. Im XVM. Jahrh, besonderssind viel -Versuche gemacht, Hüte aus Maulwurfshaaren,Scidsnhasenhaaren, Fischotterhaaren, aus Zupfsride, auchaus Pappelwolle und andern vegetabilischen Substanzen,die gewöhnlich noch mit Thierhaaren vermischt waren, zuverfertigen. Aber diese Erfindungen haben keine bedeu-tende Anwendung zur Folge gehabt, ob sie gleich inFrankreich und Deutschland wirklich im Großen versuchtwurden, z. B. in München von Herzer und Gügel-berger, in Hannover von dem Hutfabrikant Sachs, ir.a. m. — Das Vergolden der Hüte, d.h. das Ueber-ziehcn eines gröbern Filzes mit einer dünnern Lage Bi-iberhaare, oder anderer feinen Haare, ist eine neue Erfin-dung. — Beim Ei »dunsten auf der kupfernen Tafelist der Kohlendampf von dem, unter der kupfernen Tafelbefindlichen starken Kohlenfeuer den Arbeitern schädlich.