erst Chaptal hat deutlich gezeigt-, daß man im Standesey, durch Hülfe von Lava, das zur Glasfabrikation er-forderliche Aschensalz zu sparen. In mehrern französischen Glashütten ist bald darauf von dieser Entdeckung wirk-licher Gebrauch gemacht. Die Königin von Neapel warwol die erste, welche für ihre Glashütten Vorschriften er-theilte, nach Chaptalscher Art aus Lava Glas zu machen.— Poppe Gesch. d. Techno!. III. zzg-
Lava zu Glas angewandt, s. Glas.
Lazaristen, LazariSmus. Lazaristen hießen gewisseErzieher und Lehrer der pfälzischen Geistlichkeit, welchedurch den Hofbibliothekar Maillot zu Mannheim demdamaligen Kuhrfürsten vorgeschlagen, und ins Land ge-drückt wurden; aber durch Anmaßung, Unwissenheit,Tücke, und niedere Nebenabsichten ihren Orden entehrten,und den Kuhrfürsten und das Publicum aufs elendestetauschten. Ihr Wesen, daS man den LazarismuSnannte, dauerte von 1780 — 1793, wo man in Schrif-ten die Blöße dieser Pädagogen ganz aufdeckte. —Sckellenberg Handlex. I. 512.
Lebendig begraben, solches zu verhüten, s. Scheintodte.4 B. 44. — 5 B. 440.
Ledsnsbalsam, s. Lalsamus li^uistus.
Leber (5 B. 277). Bei Zergliederung einer Menschenle-ber, die 10 Jahre lang an der Luft gehangen hatte, hatder Chemiker Fourcroy im I. 1736 das Daseyn einereignen Substanz entdeckt, die zwischen dem Wachs unddem Wallrath das Mittel hält, der er den NamenFettwachs (^älpocire) beilegte. Eine Substanz, dien an fast um dieselbe Zeit an Leichen, die auf den Kirch-höfen zu Paris oft in einer einzigen Grube ivoo bis1500 über einander gehäuft waren, bei Untersuchung derGräber bemerkte, und wobei man schon damals auf dieIdee gerierh, daß solche vielleicht statt des WallrathS