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Mephitische Luft.
meiste Verdienst aber hat der Consist. R. und ProbstSüßmilch zu Berlin sich hierum erworben, der seit1740 durch eine Menge mühsamer Berechnungen undWergleichungen endlich entdeckte, daß ein bestimmtes Ge-setz Hiebei zum Grunde liege, nämlich das Verhältniß von2i männlichen zu 20 weiblichen Geburten. Die neuesteAbhandlung über die Gleichzahl beider Geschlechter imMenschengeschlecht, hat Hufeland im I. 1820 gelie-fert, und das von Süßmilch angegebene Verhältniß be-stätigt. — Iourn. d. pr. Arzncyk. Q. 1. S. r.Menschenkoth, s. Exkremente der Menschen.
Mephitische Luft. Ein unfehlbares Mittel, durch An-bringung kupferner Röhren jedem mephitischen Orte inwenig Minuten gesunde Luft zu geben, so daß jederMensch ohne die geringste Gefahr darin arbeiten kann,hat Eadet de Vaux erfunden. — Erell neuest. Entd. 'in der Chem, Xlll. 267. >1
Mercurialsalbe (5 B. 302). Schon TheodoricuS, jund Guido de Cauliaco haben sich ihrer bedient. — !
Stolle Hist. d. med. Gel. Zgy. 1
Meridian. Ein Instrument, das durch seine freye hori-zontale oder verticale Bewegung den magnetischen Meri-dian zeigt, hat Cockierod in England erfunden. —Oppos. Bl. igly- Nro. 8Z. S. 660.
Messer (5 B. 504). Die gewöhnliche Behauptung, daßEngland sein erstes Messer 1563 bekommen habe, ist ge-wiß irrig, da es in Deutschland, Ungarn,. Holland undin einigen andern europäischen Ländern schon im XlH.Jahrh, so viele Messerschmiede gab. Eine ungarischeUrkunde von 1376 erwähnt der Messer mit solchen Wor-ten, daß diese Werkzeuge schon lange bekannt seyn muß-ten. Die Zipser hatten vor Alters ein Municipalgesetzunter sich eingeführt, kraft dessen die Messer, die sie beisich trugen, eine bestimmte Länge haben mußten, Der