Pharmaceutik. Z2§
stand in eignen Schriften behandelt. Actuarius wirdunter allen griechischen Aerzten für den Ersten gehalten,Vereines chemischen Medikaments Erwähnung gethanhat. — Bei den lateinischen Aerzten wurde die Phar-macie nach der griechischen Methode eingerichtet, und siehaben "wenig Verdienste darum. Weit mehr Verdienstehaben die Araber, um diese Wissenschaft, und sie sinddie ersten gewesen, in deren Schriften man einigt Merk-male von den heut zu Lage gebräuchlichen chemischenArzneymitteln antrifft. Le Clerc setzt daher die Epocheder pharmaceutischen Chemie in die Zeiten des Avicenna,Freind. aber mit mehreren, Grunde in die Zeiten desRhazeS . — Bei den sogenannten Dstino-barkari- sahees hingegen um dies Studium im Ganzen sehr schlechtäus, und die Pharmacie gerieth bei diesen sehr in Ver-fall. Mit dem Eintritt des XVI. Jahrh, aber standenMänner auf, die darauf Bedacht nahmen, die hier sohäufig eingeschlichenen Fehler aus dem Wege zu räumen,und von der Zubereitung und Mischung verschiedener ein-fachen Medikamente etwas gründlicheres zu lehren. Hie.her gehören vorzüglich Valerius Cordus , ZacobSylvius und Johann Ferne!. — LheophrastusParacelsus sgeb. ifyz, gest. 1Z41) unternahm bei derganzen Medicin die bekannte Reform, wobei die Phar-macie die größte Veränderung erfuhr. Die Paracelssstensuchten zwar durch ihre Aufschneidereien den Gebrauch derchemischen Medikamente sehr verdächtig zu. mächen, aberdir Sache nahm doch für die Kunst ein' erwünschtesEnde, alle der Chemie in den Weg gelegten Hindernissewurden allmahlig gehoben, und das Ganze verbessert.Vorzüglich gewann die pharmaceutische Chemie zu Anfangdes XVII. Jahrh, durch Daniel Sennert , Pros. zuWittenberg (geb. 1572, gest. 1637), dem nachher mehrereandere folgten, und auf dem, von ihm betretenen Wege