558 Rinkellmacher.
d. Krebsgesch. a. d. Schweb, mit Zusatz, v. Sprengel.Halle i8r/.
Ringelspiel, s. Schweizerische Promenade.
Ringuhren, s. Halsuhren.
Rinkellmacher, waren in Nürnberg 1417. — KleineChron. Nürnb. 28.
Ninkenschmiede, gab es in Nürnberg im I. izyy. —«Kl. Chron. Nürnb. 26.
Rißlersches Eis bot, ist von dem Kunstdrechsler undMechanicus Thomas Rißler, der l8>5 im 7zstenZahre seines Alters zu Hamburg starb, erfunden. —Neues Mag. all. neuen Erf. III. 231.
Ritter (5 B. 421). So hieß ehemals jeder, der sich demKriegsdienste zu Pferde widmete, und auf die ge.hörige Art die dazu gehörige Rüstung erlangte; und sowurden schon zm VM. Jahrh. Ritter gemacht. In derFolge schrankte sich die Bestimmung eines Ritters nichtblos auf Kriegsdienste ein, sondern sie verbanden sich auchzur Beschützung der Wittwen und Waisen, und Aller,die Unrecht litten, und machten sich Großmuth, Leutse-ligkeit und unverletzliche Beobachtung ihrer Zusagen be-sonders eigen. In diesem Verstände kamen sie im XI.Jahrh. auf. Sie mußten alles, was zu ihrem Stande
, und den damaligen ritterlichen Uebungen gehörte, lernen,und wurden sodann mit Feyerlichkeit zu Rittern geschla-gen. Im Kriege machten diese Ritter, im Mittelalter,die Hauptstarke der Armeen aus; im Frieden waren sieoft an den Höfen der Fürsten , oder reisten an auswärti-gen Höfen herum, um entweder aufgetragene Geschäfteauszurichten, oder Bekanntschaft zu machen, rc. — DieRitter waren öfters Räthe der Fürsten und Großen,oder auch Richter. Dies gab Anlaß, daß man in derFolge auch Ritter der Nechtsgelehrsamkeit»nachte. Diese Gewohnheit, auch Gelehrten die ritter-