57L Salzauflösung.
raffinirten eS zu gutem feitten Salze. — Bis aus Endedes XVI. Jahrh, versott man die Sohle sogleich, ohnesie weiter zu veredeln. Am Ende des XVI. Jahrh, aberfing man um der Holzersparniß willen an, auf Mittelzu denken, wie man die Sohle vor dem Sieden voneinem großen Theile ihres wilden Wassers befreien, odersie vorher schon ins Enge bringen könnte. Der kleinerecomentrirle Sohlenrest bedurfte dann nicht mehr so gro-ßen Holzaufwandes, um das Salz zum Anschießen zubringen. Im Jahr 1579 legte man auf dem hessischenSalzwerke zu Nauheim, zwischen Frankfurt und Gießen ,große Behälter mit strohernen Wanden an. In dieseBehälter wurde die Sohle geschafft, und da die Tagelöh-ner solche mit Leckschaufeln aus den Behältern an dieWände hinsprützten, so nannte man solche Gebäude Leck-werke. Matthäus Meth, ein Arzt zu Langensalze,war der erste, der solche um 1599 auf einem andernSalzwerke (zu Kätschau) anlegen ließ. Erst nach dieserZeit wurden die Leckwerke bekannter; und in der erstenHälft? des XVII. Jahrh, war ihr Gebrauch schon ziem-lich allgemein. In diesem Zustande blieb das Gradirwe-sen durch das ganze erste Viertel des XVIII. Jahrhund.bis ums Jahr 1726 oder 1730 die Dorngradirungeintrat, s. Gradirhäuser. — Poppe Gesch. d. Techn.III. 126 ff. Vergl. Eisgradirung. Dachgcadirung. Prit-fchengradicung. Sonnengcadicung. Geschwiiidstellung. —Das Kochsalz hat Dr. Lorenzen in Oldeslohe alsein bewährtes Mittel zur Verhütung und Vertilgung desSckwammes an den Gebäuden empfohlen. — NeueSchl'esw. Holstein. Provinzialber. II. 1312. IV.S. 438. — Durch Kochsalz eine^künstliche Kalte zu.bewirken, s. Salpeter.
Salzauflösung (Krinv). Darin anatomische Präparateaufzubewahren, hat man in England entdeckt. In Lon-