Satyrs. 277
Adams röm. Alterth. (z Aufl.) II. 4z. Die ältestenunter den Italienern versisicirten Ungezogenheiten, diefür Salyren ausgegeben wurden, legt man dem Novelli-sten Franco Sacchetti (geb. 1335) bei. FrancescoBerni (geb. gegen das Ende des XV. Jahrh.) veredeltezuerst ihren Ton im Anfange des XVI. Jahrhunderts. —Eichhorn Gesch. d. Lit. IV. 1. S. 26. — In Spa-nien hat Boscan vor 1544 zuerst die poetische Satyrsversucht; aber ihre Geschichte sangt billig erst mit Cer-vantes 1654 an. Das. 169. — In Portugal gabder Geistliche Freire de Andrada die erste Probe voncultivirtem Witze in portugiesischen Versen vor 1640.Das. 250. — In Frankreich verdient de la Fres-naye (gest. 1606) als der erste Satyrenschreiber angese-hen zu werden, der in der poetischen Satyrs dem be-rühmten Lieg ni er vor i6iz die Bahn brach. InBoileau lebte vor 1711 die Horazische Satyr? wiederauf. Das. 350. — In Holland hat zuerst Joostvan der Vondel (geb. 1535, gest. 1679) Satyren ge-schrieben. Das. 3. S. 1320. — In England fandenkecke satyrische Balladen auf alle Stände schon im XII.und XIII. Jahrh. Statt. Der erste unter den bessern eng-lischen Satyrikern war aber Wyat um 1520, und dererste Meister in der poetischen Satyrs bleibt John Wil-mot Graf von Rochester (geb. 1647, gest. 1680).Das. 2. 576. Der größte prosaische englische Satyrikerbleibt Jonathan Swift (geb. 1667, gest. 1745). Das.579. Der erste deutsche classische Satyriker in Prosa istGottl. Wilh. Rabener (geb. 1714, gest. 1770) imI. 1751. Das. 365..— Schweden hat schon anSam. Triewald (geb. 1Ü88, gest. 1743) einen Saty-renschreiber gehabt. Das. 3. S. 1230.
Saucen zu Taback. Den Taback zu heißen verstand