Schießpulver. I8Z
anlassen, Hot der Franzose Bottse erfunden. — Hermh-stä d r Mus. VIII. 231. Ganz ungewöhnliche.Sorten vonSchießpulver, die von besonderer Wirkung seyn sollen,wurden schon im XVII. Jahrh, hervorgebracht, und sind' rm Laufe des XVIII. Jahrh, noch vermehrt. - T)er be-. kannte Prinz Rupert soll der Londner Societät um1261 ein Schießpulver vorgelegt haben, das 10 Malstärker als das gewöhnliche war. Der spanische AdmixatMarcelo soll. vor dem Jahre 1784 ein Schießpulver er-funden haben, das doppelt so viel Wirkung, als dgs vor-her bekanntem thut; und der Portugiese Mirando fastzu eben der Zeit ein anderes, wozu gar kein Salpetergenommen wurde, und welches demohnerachtet von ganzvorzüglicher Wirkung wem Herr von Born in Wien soll iebenfalls ein Schießpulver ohne Salpeter zu Standegebracht haben. Der Dr. Feleppa in der ProvinzMonlefusco erfand, wie es heißt, im I. 1786 ein In-gredienz, wodurch die Kraft des Pulvers sehr vermehrtwurde, und womit die Jäger 50 Mal schießen können,ohne das Gewehr zu reinigen. Franz, B aini zu Fo-ganv im Toscanischen erfand im Jahr 1789 ein Mittel,die Stärke des Schießpulvers durch Hinzufügung vonfrischem ungelöschten pulverisirten Kalk um ein Drittelzu vermehren, aber zur Z ündpsanne" wär es nichtbrauchbar. Barthelemi zeigte 1792 der Pariser Na-tionalVersammlung ein Pulver, welches nicht blos star-ker, sondern auch wohlfeiler, als das bisherige, seyn sollte.Der Engländer. Napier brachte ähnliche verbessert« Vxr-sahrungsarteN ans Licht. Ein vorzüglich mörderischesSchießpulver soll im I. 1793 dem Gemeinkerath zu Pa-ris angeboten seyn. Ludwig dem XV. geschahe, wie eSdamals hieß, schon ein ähnliches Anerbieten', aber dieser-Fürst verwarf es, weil es gar zu menschenverderd.end war.— Poppe Gesch. d. Lechn, ll. 563. f..