4Z- Sternwarthe.
Müller in Leyden , erfand gegossene Druckplatten, wo-mit 1709 das syrische Testament und Lexicon gedrucktwurde. Schon vor der Mitte des XVUI. Jahrh, hatteauch ein Goldschmied, Ged zu Edinburg in Schott-land, die Kunst erfunden, mit Leiterplatten zu dru-cken. Vor etlichen und .go Jahren, verfiel auch Til-lach, ohne jene Versuche zu kennen, auf diese Druckart»und noch vor etwa 12 — 15 Jahren halte der LordStanhove eine Slereotypendruckerey errichtet. DurchDidot erhielt dieser Druck eine weit größere Reinheitund Gleichförmigkeit. Er hatte kurze bewegliche Druck«lettetn, von härterer Materie, als die gewöhnlichen,nachdem sie ganz fehlerfrei gesetzt waren, mit einer ArtPragemaschine, wie in den Münzen, seitenweise, undgleichförmig in dem weichsten Bley abgedruckt, und sohatte er allemal für eine ganze Seite eine solide Matriceerhalten. Mit dieser wurde hernach die eigentliche stereo-typische Composition abgeklarickt. Für dies neue Ver-fahren erhielt er 1797 ein Patent. Andere haben nach-her noch andere Einrichtungen in dieser Sacke erfunden.
_ Poppe Gesch. d. Leckn. IN. 80. ff. s. Polytypen--
-ruckerey.— Die erste Stereotypengießerey in Deutschland ,ist nach einigen bei H. L. Brönnrr in Frankfurts ) a. M.errichtet. — Berl. Nachr. v. St. u. geh. S. igiy.Nro, 2l. — Nach andern ist solcke von dem Buch-händler und Buchdrucker Carl Tauckiiitz in Leipzig angelegt worden, Dppvs. Bl. 1818. S. H42.
Sternwarthe (5 D. 501). Die Sternwarthe zü Ber-lin ist 1710 vollendet worden. — Eichhorn Gesch. d.Litt. III. S. Z94. Die zu Nürnberg ist von GeorgChristoph Eimmart auf der Schloßbastey 1677 er-richtet worden. — Kl. Chron, Nürnb. 88» DieSternwarthe zu München ist l8»8 ringnichtech Gil-bert» Anna!» LLl. 98».