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Sechster Band, welcher die Supplemente zu den vorhergehenden 5 Bänden enthält. A-Z.
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- Sympathetische Kuren. 441

Sinne wird es von sogenannten Chicanenmachern

genommen. Man leitet es her «770 i-si. 7« P«,-

V««/, von dem Angeben derer Personen, die Feigenaustrugen. Es war nämlich unter den ältesten Athe-rn'ensern, da der Gebrauch dieser Flucht erst bekanntgeworden war, oder zur Zeit der Tbeurung, wenn alleArten von Lebensrnitteln außerordentlich selten waren,das Gesetz gegeben, daß keine Feigen aus Athen getra-gen werden sollten. Im Fall nun dies Gesetz nicht aus-drücklich widerrufen wurde, wenn ein frucbtreicher Herbstes unnütz machte, und den Grund desselben aufhob; sogab dies übelgesinnten und boshaften Leuten Gelegenheit,alle, die sie bei Uebertretung des buchstäblichen Sinnesdieses Gesetzes ertappten, anzuklagen; und dahe^ sind alle. geschäftige Angeber beständig mit dem Namen der Syko-Phanten gebrandmarkt worden. Pott er Archäol.I. 249.

Eylvanium, s. Tellurium. 1 B. szr.

! Sympathetische Kuren. Sind von Theophr. P,a-! racelsus erfunden, von mehrern weiter getrieben, irrder Folge der Zeit aber von vernünftigen Menschen alsUnsinn gänzlich verworfen worden. Ein Verzeichniß derrnehresten Schriftsteller über diesen Gegenstand, findet mani in dem zu Nürnberg 16L2 in 4. herausgeksmmenenHaestro ?)'mxatiiLtiLo. Vergl. Stolle Hist. d.r»ed. Gel. 837 .

Sympiosvmeter, s. Barometer.

Syndikus. Die Benennung rührt aus dem alten Grie­ chenland her. Nach der Vertreibung der zo Tyrannenwurden zu Athen gewisse Staatsbediente, die 8^nöici,Lrvälxi-,, hießen, erwählt, und mit der Vollmacht verse-hen, alle Klagen, die die Confiscation der Güter betra-fen, zu untersuchen. Es waren auch Redner, welchedas Volk ernannte, um öffentlich zu reden, wenn irgend

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